Dienstag, 30. Juni 2015

Lesebiografie Juni 2015

- Das tiefe Blau des Meeres von Marie Lamballe 
- Tanz der Tarantel von Kirsten Wulf 
- Mord en Rose von Bernadette Olderdissen 
- Mord auf der Insel Sordou von Mary L. Longworth (Band 4)
- Das Korallenhaus von Anna Lewin 
- Sommerzauber wider Willen von Sarah Morgan 
- Die Rosenfrauen von Cristina Caboni 
- Ein Commissaire geht baden von Julie Masson 

Montag, 29. Juni 2015

Montagsfrage 29.06.2015


Schreibst du dir während des Lesens Zitate auf?

Manchmal. Früher, als ich Papierbücher las, hab ich mir wichtige Stellen mit Farbstiften angestrichen und wenn ich das Buch fertig gelesen habe, mir diese gefärbten Stellen nochmals durchgeschaut. Manche hab ich mir dann in ein dafür spezielles Buch reingeschrieben. 
Jetzt mit dem Reader, markiere ich mir die Stellen, schreibe mir aber nur noch selten etwas raus. 
Dass ich diese nur noch selten rausschreibe, hat aber nichts mit dem elektronisch Lesen zu tun, sondern eher mit Faulheit, Alter, und dem Wissen, dass ich mir die ganz wichtigen Zitate oder schöne Stellen eh merke bzw. sonst weiss, wo ich sie nachlesen kann und lese dann lieber das ganze Buch oder Teile daraus nochmals - meist hat es mir ja schon sehr gut gefallen, wenn ich den Stift zücke.

Notizen über das Buch mache ich öfters, aber die sind für die Rezension nötig und nicht wegen den besonders schönen Stellen. Dafür hab ich ein Notizbuch wo ich auch sonst alles Mögliche reinschreibe. Nicht immer geordnet und dann teilen sich Eindrücke über ein Buch oder Namen daraus den Platz mit halben Einkaufszetteln, Rezepten oder "To do"-Listen.... Ich muss mir dann öfters Zeit nehmen, diese Seiten zu entwirren :-)




Freitag, 26. Juni 2015

Das tiefe Blau des Meeres von Marie Lamballe

Klappentext:
Als Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen findet, ist sie sogleich fasziniert. Die Bilder zeigen malerische Landschaften, tiefblaues Meer und immer wieder einen nostalgisch anmutenden Landsitz inmitten eines verwunschenen Gartens. Doch wo befindet sich dieser magische Ort? Und wie gelangten die Bilder in den Besitz ihrer Familie? Ihre Suche führt Katharina in die Bretagne, zu einem stark verwitterten Landschlösschen an der Côte d'Eméraude. Das Anwesen gehört Ewan, einem attraktiven, jedoch etwas ungehobelten Bretonen, der Katharinas Neugier zunächst mit Skepsis begegnet. Doch die Bilder lassen auch ihn nicht los, und so tauchen die beiden gemeinsam ein in die Geschichte des Landschlösschens und seiner Vorbesitzer. Dabei kommen sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur. 

Das hübsche Cover und der Klappentext verraten nicht, dass den Leser hier eine sehr spannende und berührende Geschichte erwartet. 

Als Katharinas Vater stirbt, räumt sie das Elternhaus aus und verkauft es. Beim Aufräumen findet sie einige Aquarelle, deren Herkunft sie nicht kennt. Als sie zudem erfährt, dass ihr Vater in seinen letzten Stunden ein Foto in der Hand hielt und dies wohl von einer ihrer Tanten gestohlen wurde, ist ihre Neugier erwacht. Wer war diese Frau auf dem Foto? Und wieso besass ihr Vater Bilder aus Frankreich? Schnell findet sie heraus, dass diese Bilder in der Bretagne gemalt wurden und schon ist sie auf dem Weg dorthin. Dort findet Katharina heraus, dass die Bilder um das Jahr 1940 herum gemalt wurden. Doch von wem? 

"Das tiefe Blau des Meeres" ist eine Zeitebenenengeschichte. Die Gegenwart spielt in der Nähe von Frankfurt, mit der Lehrerin Katharina als Hauptprotagonistin. Ihr Beruf macht sie nicht mehr glücklich, und gerade im Kontext mit den gefundenen Bildern merkt sie, dass sie halt schon lieber eine Kunstausbildung genossen hätte. Auch mit ihrem Partner, Nichtsnutz Patrik, läuft es nicht gut. Katharina ist naiv, lässt sich von ihm viel zu viel gefallen. Sie überlegt zwar wie sie ihm den Laufpass geben kann, weiss aber nicht wie...  Hallo? Schmeiss ihn einfach raus und gut ist... Dann schlägt Katharina sich noch mit ihren Tanten herum, den beiden Schwestern ihres Vaters, die nicht über das Foto reden, sondern nur erben wollen. Ihre Mutter liegt mit Alzheimer in einer Klinik und kann ihr auch nicht weiterhelfen, obwohl Katharina sicher ist, dass auch ihre Mutter etwas weiss. 

Leider las ich in einer Rezension etwas über die Gegenwartsgeschichte - etwas, was man meiner Meinung nach in einer Leserunde besprechen kann, aber nicht in eine Rezension gehört, weil man das als zukünftiger Leser nicht bereits wissen will. Ich war genervt über das Erfahrene und hatte keine grosse Lust mehr zum Weiterlesen. Kam dazu, dass auch ein Konflikt in Katharinas Schule nicht wirklich zum Roman passt. Der wird vorderhand aufgebauscht, hat aber so keinen Einfluss auf das weitere Geschehen, dass man den auch gut auslassen hätte können. 

Doch die Geschichte von Margot war derart spannend, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Margot wollte während dem Krieg nach England flüchten, doch sie strandete in der Bretagne. Der Gwunder, wie Margots Geschichte ausgehen mag, war zum Glück stärker als mein Ärger.

Denn nur selten hat mich ein Buch bisher in so viele Stimmungen versetzt wie "Das tiefe Blau des Meeres". Ich war wütend, traurig, erstaunt, bedrückt, überrascht, entsetzt, begeistert. Einmal ertappte ich mich sogar dabei wie ich den Atem anhielt, so spannend war die Szene. Der fast schon idyllische Schluss versöhnte mich schlussendlich mit meinem aufgebauten Ärger. 

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgehen, wie das Buch zu seinem Titel kam: "Sie leuchteten wie das tiefe Meer, wenn die Sonne darauf lag." (Seite 234) Was mit "Sie" gemeint ist, erfährt ihr beim Lesen dieser einprägsamen Geschichte, die sich zur Zeit des zweiten Weltkrieges abspielte. 

Fazit: 
Unbedingt lesenswert! Vor allem, aber nicht nur, für Liebhaber von "Die Brücken am Fluss"/"Bridges of Madison County" :-) 
Dieser berührenden, stimmungsvollen Geschichte gebe ich gerne 4 Punkte - hätte mich Katharina in ihrer Naivität nicht so genervt, hätte ich sicherlich mehr gegeben. 

Donnerstag, 25. Juni 2015

Autoren-Interview mit Bernadette Olderdissen

Durch den netten Austausch mit Bernadette Olderdissen, die mir ihr neues eBook "Mord en rose" zur Verfügung stellte, war ich gwundrig - neugierig - zu erfahren wie sie auf die Idee zu der neuen Krimiserie kam. Wir Leser konsumieren ja gerne und machen uns nicht allzu oft Gedanken, wie Autoren überhaupt auf Ideen zu neuen Büchern kommen. So dachte ich mir, ich stelle ihr einige Fragen dazu, die Bernadette prompt beantwortete:

Zur Person:
Bernadette Olderdissen arbeitete als Deutschlehrerin bereits in einigen Ländern und frönte schon früh ihrem Hobby, dem Schreiben. Vor "Mord en rose" veröffentlichte sie bereits einen Roman beim Rowohlt-Verlag.


Unterrichtest du immer noch? Wenn ja, wissen deine Schüler von deinem Zweitberuf und was sagen sie dazu?
Ja, ich unterrichte immer noch und mit viel Freude Deutsch. Die meisten meiner Schüler wissen mittlerweile von meinem Zweitberuf und sind begeistert und stolz, eine Deutschlehrerin zu haben, die auch schreibt. Etliche, die mindestens Mittelstufenniveau haben, haben meine Bücher auch bereits gekauft, einige davon musste ich sogar signieren :-)

Wie kamst du zum Schreiben? Wie waren deine Anfänge?
Ich habe zu schreiben begonnen, als ich 12 war. Mit 17 hatte ich bereits 3 Krimis fertig, die jedoch nie veröffentlicht wurden, da sich damals kein Verlag mit einem Teenager rumschlagen wollte - so wurden meine Manuskripte nicht einmal angeschaut. Da ich immer unheimlich gern gelesen habe, habe ich viel Inspiration aus Büchern gewonnen, die meiste aber aus meinem seit jeher aufregendem Leben. 

Wo schreibst du am liebsten - auf Reisen oder daheim? Und hast du einen Lieblingsplatz dazu?
Auf Reisen sammle ich Ideen und mache viele Notizen, aber die eigentliche Schreibarbeit erfolgt dann zu Hause. Mein Lieblingsplatz ist mein bequemes Sofa, mit meinem aufklappbaren Holztisch über dem Schoss, einen Kater rechts, den anderen links von mir.

Wann schreibst du am liebsten - morgens, nachmittags, abends?
Am liebsten schreibe ich abends, wenn langsam Ruhe einkehrt und nicht mehr dauernd jemand was von mir will. Allerdings kann auch ein verregneter Nachmittag sehr motivierend sein. Wann ich schreibe, hängt auch immer davon ab, wann ich unterrichten muss, was oft abends ist. Dann schreibe ich eben, wenn es gerade geht. 

Woher nimmst du die Ideen zu deinen Büchern?
Die Ideen fliegen mir meistens zu. Ich sehe oder höre etwas und boom - da steht eine Idee vor mir. Die Grundidee zu "Mord en rose" entstand dank einer Kollegin, die mir von ihrem tot im Canal du Midi aufgefundenen Nachbarn berichtete.

Liest du selber lieber Krimis oder Romane?
Krimis lese ich am allerliebsten, aber auch andere Genres. Sehr gerne lese ich Bücher, die das Leben geschrieben hat, wie humorvolle Berichte über ein Leben im Ausland, Reiseberichte und ähnliches.

Verrätst du uns dein Lieblingsbuch?
Der Atlas! Da kann ich so schön in den Karten der Welt herumstöbern und von meinen nächsten Reisezielen träumen :-) Aber ehrlich, bei Belletristik habe ich nicht nur ein einziges Lieblingsbuch, da gibt es sehr viele, die mir gefallen und im Kopf geblieben sind, darunter "Insel der Freiheit" von Leon Uris, die Trilogie von Stieg Larsson und "Geh wohin dein Herz dich trägt" von Susanne Tamaro. 

Hast du an all den Orten, von denen du schreibst - Genua, Toulouse, Finnland - auch gelebt?
In Genua habe ich fast zwei Jahre gelebt und in Toulouse lebe ich nun seit vier Jahren. In Finnland habe ich (noch) nicht direkt gelebt, war aber etliche Male dort und habe einen speziellen Bezug zum Land: als Kind hatte ich viele Brieffreunde, darunter ein Mädchen aus Finnland, Minna. Nach gut zwanzig Jahren sind wir noch immer dicke Freundinnen, sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, und durch sie hat ein kleiner Teil von mir auch immer in Finnland gelebt.

In "Mord en rose" gibt es keine einzige Person ohne Kanten und Ecken. Hast du trotzdem eine Lieblingsperson? Welche Person magst du am liebsten?
Das stimmt, dass in "Mord en rose" alle ihre Ecken und Kanten haben - aber haben das nicht die allermeisten Menschen? Manche versuchen nur, die Kanten nach aussen hin ein wenig abzurunden. Meine Lieblingsperson im Roman ist eindeutig Kira, aber das muss sie auch, wenn ich mich auf weitere Abenteuer mit ihr begeben will. Allerdings mag ich auch Yoan sehr gern. Im wirklichen Leben kenne ich einige Menschen wie ihn, die eigentlich zu gut für diese Welt sind, anderer so wenig wie möglich verletzten möchten und sich alles zu sehr zu Herzen nehmen, bis sie selbst ganz verrückt werden. Dabei ist Yoan jedoch auch ein Kämpfer, der sich für Gerechtigkeit einsetzt und dabei für sein eigen Fleisch und Blut keine Ausnahmen macht. Auch er wird in weiteren Romanen der Globetrotter-Krimi-Serie eine Rolle spielen.

Wie kamst du afi die Idee zu deiner Hauptdarstellerin Kira?
Kira wurde in Athen geboren - genauer gesagt auf dem Athener Flughafen, während ich dort selbst eine Nacht verbringen musste. Ich konnte nicht schlafen, mir war langweilig und neben mir lag ein gut aussehender Typ, der im Gegensatz zu mir sehr gut schlafen konnte. Dann sprang meine Fantasie an: Was, wenn der Mann am nächsten Morgen tot wäre, ermordet? Ich stellte mir eine Person vor, die neben ihm läge und ihn tot auffinden würde, und dass sie, die geborenen Schnüfflerin (oder der geborenen Schnüffler) sich aufmachen würde, in der Geschichte herumzustöbern. In dieser Nacht entstand der erste Entwurf von Kira in meinem Kopf. Schon zuvor war mir die Idee gekommen, einen Mord am Canal du Midi in Toulouse stattfinden zu lassen und eine Serie daraus zu machen, eben die Globetrotter-Krimi-Serie. Dann habe ich nur noch Kira so zurechtgefeilt, dass sie in das Buch passte und auch weiter durch die Reihe führen kann, mit ihrer Reisewut und ihren vielen Macken.

Wie hätttest du reagiert, wenn du anstelle von Kira den toten Henri aufgefunden hättest?
Ich glaube, ich hätte die Angestellten am Flughafen so lange zusammengeschrien, bis sie mir endlich glaubten und die Polizei riefen. Sicherlich wäre ich im Gegensatz zu Kira nicht nach Toulouse geflogen, um mich in ein vollkommen unüberschaubares Abenteuer zu stürzen. Aber die Leiche hätte sich sofort auf den ersten Seiten meines nächsten Krimis wiedergefunden, und ich hätte selbst die Hintergründe zum dem Mord erstellt. 

In welchen Ländern wird Kira zukünftig noch ermitteln? Wie geht es mit Kira weiter?
Band 2 der Serie spielt wie gesagt in Finnland, im winterlichen Turku. Danach stehen Südkorea und Kolumbien auf dem Programm, allerdings habe ich auch schon einige weitere Länder im Visier, die ich noch genauer recherchieren werde. Kira wird ihren Leidenschaften treu bleiben, dem Reisen und dem Schreiben. Allerdings wird sie auch immer wieder von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt werden - immerhin gibt es Gründe für die Narben an ihrem Unterarm und auf ihrem Bauch, von denen die Leser aber erst mit der Zeit mehr erfahren werden. 

Letzte Frage: WOhin möchste du noch gerne reisen?
Die Liste ist endlos. Viele neue Länder, in denen ich noch nicht war (Kuba, Zypern, Brasilien, Australien, Neuseeland, Tahiti, Argentinien, Chile und und und), aber es gibt auch Länder und Orte, in bzw. an die ich immer wieder gern zurückkehre, darunter Italien, Finnland, Thailand, Laos und viele andere.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg mit deiner Globetrotter-Krimi-Serie! 

Mittwoch, 24. Juni 2015

Krimi: Mord en rose von Bernadette Olderdissen (Globetrotter-Krimi Band 1)

Klappentext:
Morgens um vier in einem Flughafen aufzuwachen, ist für die reisewütige Journalistin Kira Tolle nichts Besonderes. Eine Leiche als Schlafnachbar schon. Ein Blick auf die Anschrift am Gepäck des offenbar Ermordeten genügt, und Kira fliegt in dessen Heimatstadt Toulouse, um Nachforschungen anzustellen. Dort tappt sie im Umfeld des Toten in einen Sumpf mysteriöser Geschichten, so trübe wie das Wasser des Canal du Midi, aus dem kürzlich ein Mann mit aufgeschlitzter Kehle gefischt wurde. Doch was kann der Flughafen-Tote damit zu tun haben? Kira verstrickt sich in einem Netz von Beziehungen und Spuren, bis sie selbst um ihr Leben fürchten muss. 

"Mord en rose" ist der erste Krimi der Autorin und der erste Teil der Globetrotter-Krimi-Serie. Da ich selbst gerne reise und Krimis aus allen Ecken der Welt lese, war ich sehr gespannt auf die neue "Detektivin", die wir bei ihrem ersten Fall nach Frankreich begleiten.

Als Kira abends am Athener Flughafen die Bank neben einem jungen Mann in Beschlag nimmt, ahnt sie nicht, dass er morgens bereits tot ist. Sie meldet es dem Sicherheitsdienst, doch die nehmen sie nicht ernst. Im Flugzeug nach München überkommt es Kira und fliegt direkt nach Toulouse weiter. Von dort soll der tote Henri kommen, so sagte es der Adressanhänger an seiner Tasche. Kurz darauf wird Kira Henris Familie und Freunden als Internet-Freundin vorgestellt und sie nistet sich bei Henris Schwester ein. Als Krimiautorin möchte Kira herausfinden, wieso Henri gestorben ist und erfährt, dass Henri, seines Zeichens ebenfalls Journalist, angeblich etwas zu einem kürzlich geschehenen Mordfall in Toulouse herausgefunden hat. Doch was? Und wieso fühlen sich Henris Ex-Frau und sein Bruder Schuld an seinem Tod? Wer ist die geheimnisvolle Rose?

Diese und weitere Fragen will Kira aufklären. Kira ist freie Reisejournalistin und Krimiautorin, hat keine Modelfigur und ist eher einfach und ungepflegt unterwegs. Ich wurde nicht ganz warm mit Kira. Sie erinnert mich stark an Ann Grangers Fran Varady. Mit Fran wurde ich zwar auch nie warm, und habe dennoch die ganze Serie gelesen. Wie Fran hat Kira etwas unsympathisches an sich. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich nicht wirklich öffnet. Kein Wunder, lügt sie doch die ganze Familie an. 
Dass sie das ganze Buch hindurch nie aufflog fand ich unglaubhaft. Weder wurde nachgeforscht wer die schlafende Frau neben des Toten ist, noch wurden Flugverbindungen nachgeprüft, jedenfalls nicht ihre. Das kann man aber nicht der angeblich untätigen griechischen Polizei anlasten, dazu hab ich zuviel Petros Markaris gelesen. Doch das ist auch schon fast das Einzige, dass ich kritisieren kann. 
Nur einige Szenen waren mir zu Psychothriller-mässig, mir fast zu heftig. Wahrscheinlich hab ich diese Schilderungen aber wegen Vorkommnissen im persönlichen Umfeld zu der Zeit grad nicht vertragen und hätte zu anderer Zeit wohl problemlos drüber gelesen. Diese Szenen passen dennoch perfekt zu der Geschichte, die überraschend und extrem spannend ist. Vor allem die geheimnisvolle und dramatische Episode rund um Rose war ergreifend. 
Verdächtig ist fast jeder, Grund zum Mord hätten einige gehabt - ja, Henris Umfeld wird extrem gut charakterisiert. Mit der Zeit kristallisierten sich für mich zwei Verdächtige heraus, doch bis fast ganz zum Schluss rätselte ich, wer von den beiden wohl der echte Täter ist. 

Trotz der mir nicht sympathischen Kira ist "Mord en rose" fesselnd. Ich bin gespannt wie sich Kira entwickelt und ob sie wirklich jemanden aus dem vorliegenden Band wieder trifft...
Ein Buch für alle, die packende Krimis lieben und noch die geeignete Ferienlektüre suchen. Nicht nur als Reiselektüre geeignet, sondern auch um zuhause auf der Couch einige spannungsreiche Stunden zu erleben. Beste Unterhaltung für gerade mal € 2,99 für das eBook und 4 Punkte von mir.  


Herzlichen Dank an die Autorin, die mir das eBook zur Verfügung stellte!
Ein kurzes Interview mit Bernadette Olderdissen erwartet euch Morgen :-)



Montag, 22. Juni 2015

Montagsfrage 22.06.2015



Welches Buch würdest du gerne mal in der Originalsprache lesen, wenn du könntest?

Können würde ich wohl, aber wollen mag ich nicht!

Obwohl ich einige Sprachen spreche, darunter auch alte Sprachen wie zum Beispiel Altgriechisch gelernt habe und damit z.B. das neue Testament übersetzen konnte, genügt es mir auf Deutsch zu lesen. Mittlerweile bin ich da zu faul für und habe keine Ansprüche mehr was Lesen in anderen Sprachen betrifft. 
Selten lese ich mal was auf Englisch, aber das war es dann. Ich möchte mich beim Lesen entspannen und mag dann nicht immer mir unbekannte Redewendungen oder Wörter nachschlagen - denn auch wenn man eine andere Sprache sehr gut beherrscht tauchen doch immer wieder Formulierungen auf, die man so noch nicht kennt. Da lehn ich mich lieber zurück und lese die Übersetzung auf Deutsch und danke innerlich den ÜbersetzerInnen, die einen sehr guten Job machen!

Streng genommen ist Hochdeutsch ja schon eine Fremdsprache für uns Schweizer und so lese ich ja doch einige Bücher in Originalsprache ;-) 

Samstag, 20. Juni 2015

Krimi: Intrigen an der Cote d'Azur: der zweite Fall für Kommissar Duval von Christine Cazon

Klappentext:
Gerade hat Kommissar Léon Duval seinen ersten Fall – die Ermordung eines berühmten Regisseurs während des Filmfestivals – erfolgreich gelöst, da warten auch schon die nächsten Herausforderungen auf ihn und sein Team. Ein Spaziergänger entdeckt eine Leiche, im ehrwürdigen Hotel Beauséjour wird Schmuck gestohlen, und eine Frau verschwindet. Duval und seine Kollegen, die eigentlich auf eine ruhige Nachsaison gehofft hatten, beginnen mit den Ermittlungen. Doch je mehr Duval an Informationen zusammenträgt, desto mehr muss er sich fragen, ob es zwischen all diesen Fällen nicht einen Zusammenhang gibt. Warum verschwindet die Tochter der Hotelbesitzerin scheinbar spurlos, und was weiß ihr Geliebter? Welche Rolle spielt Nicole Bouvard, Mitgesellschafterin des Hotels, und wie passt der Tod eines Journalisten in das Szenario? Eine knifflige Aufgabe für Léon Duval, die viel Fingerspitzengefühl und Diplomatie erfordert. Nicht nur im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten, sondern auch mit allen Beteiligten dieser scheinbar unentwirrbaren Intrige.

Auch hier haben wir einen "Zweitling" vorliegen. Der Einstieg in die Serie mit einem Mord am Filmfestival Cannes gefiel mir. Der Leser wird da abgeholt, woher man Cannes aus der Presse kennt, wenn man noch nie vor Ort war. Mehr zum ersten Band, "Mörderische Côte d'Azur" lest ihr hier.

Im zweiten Band braucht es keinen solchen Aufhänger mehr und so spielt der vorliegende Krimi in der Nebensaison, in der es ruhiger zu und her geht. Es ist September in Cannes. 
Als man eine Leiche im Park findet, und man diesen Fall Duvals unbeliebtem Kollegen Galliano überträgt, merkt Léon Duval, dass er sich noch nicht wirklich damit abgefunden hat, nun zur Police Judiciaire zu gehören anstatt zur Brigade Criminelle, der Mordkommission, wie früher in Paris. Léon Duval bekommt lediglich einen anscheinend leichten Fall von Schmuckdiebstahl zugeschoben. Doch während den Ermittlungen spürt er, dass da mehr dahinter steckt: Einigen Hotelangestellten traut er nicht, und selbst Nicole Bouvard, die Verwaltungsrätin des Hotels, scheint nicht koscher zu sein. Die Hotelbesitzerin Isabelle de Breuil braucht also dringend seine Hilfe. 
Beim weiteren Vorgehen bekommt Duval Rückendeckung von einem Richter und entwirrt die fiesen Vorgänge in der Immobilienbranche, die mit dem Schmuckdiebstahl und anderen Vorkommnissen zu tun haben. 

Duval scheint sich mittlerweile immer besser in Cannes auszukennen, auch was das Essen betrifft und fährt lieber mal ins Umland, als in der Stadt schlecht zu essen. Auch bei den Befragungen der Zeugen und Angestellen nimmt er sich Zeit. Mit seiner ruhigen, netten Art, und der Fähigkeit die richtigen Fragen zu stellen, verraten ihm die Leute einiges, was sie sonst gerne verschwiegen hätten. Sein Team gewöhnt sich langsam aneinander, trotz aller Unterschiedlichkeit. So macht es Spass ihnen beim Ermitteln zu zuschauen.

Während dem Lesen war ich sehr gespannt, was alles noch herauskommen wird; vermutet habe ich meistens richtig. Diese Geschichte ist gar nicht mehr so ruhig wie "Mörderische Côte d'Azur", vor allem am Schluss wird es ein Wettlaufen mit der Zeit. 

Fazit: Ein kurzweiliger, spannungsreicher Krimi. 4 Punkte. 

Donnerstag, 18. Juni 2015

Krimi: Bloody Rosemary von Katharina M. Mylius (Oxfordkrimis Band 2)

 Klappentext:
Die Sterneköchin Rosemary Hogan ist tot. Blutüberströmt wird sie in der Küche ihres Gourmetrestaurants in der Oxforder High Street aufgefunden, erstochen mit einem grossen Grillspiess. Aber wieso hält sie einen Rosmarinzweig in der Hand? Schnell stellt sich heraus, dass die zänkische Metzgerstochter viele Feinde hatte. Ein delikater Fall für die Inspectors Heidi Green und Frederick Collins, denn bald wird ein weiterer Koch ermordet, was den Täter in der gehobenen Gastro-Szene Oxfords vermuten lässt. Auch die Mitglieder der elitären Dining Society des Queen's College rücken ins Visier der Ermittler. Ein Oxford-Krimi, der in die exklusive Welt der Gourmetküche führt, in der ganz eigene Regeln herrschen. 

Oxford ist eine sympathische Stadt und so freute ich mich letztes Jahr enorm, als ich von der neuen Krimiserie hörte, die in Oxford spielt. 
Bereits der erste Band, "Die Toten vom Magdalen College", hat mich überzeugt, wie ihr hier nachlesen könnt. So erwartete ich freudig den zweiten Band der Oxford-Krimiserie rund um die Inspectoren Heidi Green und Frederick Collins. Auch Sergeant Simmons mit seinen Ratespielen ist wieder mit von der Partie. Und jedesmal, wenn meine Tochter ihrerseits nervige Ratespiele mit uns macht, denk ich an Simmons und denke, dass Heidi noch recht gelassen reagiert ;-) 

Statt ihren freien Tag zu geniessen, werden Heidi aus der Sauna und Frederick vom Joggen weggeholt und müssen in einem speziellen Fall ermitteln: eine Köchin wurde in ihrem Restaurant ermordet aufgefunden. Verdächtige gäbe es einige, besonders nachdem kurz darauf noch ein zweiter Koch ermordet wird. 
Gut, dass Heidi aus Oxford stammt. Hier kennt man sie und so erzählt ihr nicht nur die Bäckerin quasi nebenbei und umsonst Interessantes über die Tote und die Gastroszene. Auch Zuzüger Frederick erhält durch seine Kontakte ergänzende Informationen. Doch der Fall ist weiterhin verstrickt, öfters wähnen sich die Ermittler am Ziel, doch bis sie schliesslich dahin kommen, werden einige Verdächtige gründlichst durchleuchtet.
Sogar in seiner kargen Freizeit arbeitet Frederick am Fall. Er datet eine Hotelrezeptionistin, die er im ersten Band kennengelernt hat, und geht mit ihr in einem der involvierten Restaurants essen. Eine gute Gelegenheit um sich den Laden fast inkognito anzuschauen. Ob Blanche Kingsford wohl seine neue grosse Liebe ist? Oder doch nicht? Das werden wir wohl erst im dritten Band erfahren, ich bin jedenfalls gespannt!

Dass die beiden Inspektoren unterschiedliche Leben führen, gefällt mir sehr gut. Die einheimische Heidi ist bestens über Oxford und deren Pappenheimer informiert. Frederick ist Single, wohl nicht mehr lange, und sieht als Nicht-Einheimischer die ganzen Verstrickungen objektiver. So ergänzen sich die zwei optimal. Toll finde ich auch, dass die Autorin ihnen gegenseitig keine Affäre oder Liebesgeschichte unterjubelt - bis jetzt wenigstens nicht, und hoffentlich bleibt das auch so. Sich liebende Ermittler gibt es schon genug. Diese Variante hier ist erfrischend anders :-) 

Ergänzt wird das Buch mit Umgebungskarten und vielen Rezepten. 

Fazit: Auch dieser zweite Band begeistert mich total. Da sich immer wieder neue Optionen ergeben, bleibt der Krimi spannend. Und wie die Inspektoren kommen auch die Leser kaum zur Ruhe.
5 Punkte.

Leider muss ich jetzt doch etwas Negatives erwähnen, wobei die Autorin aber sicher nichts dafür kann und ich denke, dass sich dieses Problem wahrscheinlich nur auf das eBook bezieht. Das Taschenbuch hatte ich nie in der Hand und kann es somit nicht vergleichen. 
Zuerst dachte ich, es wäre nur ein kleiner Fehler, doch es zieht sich durchs ganze Buch hindurch: immer wieder werden Wörter zusammen geschrieben, teilweise bis zu 5 Wörter, ohne jeglichen Abstand dazwischen. Das sieht zum Beispiel so aus: "so jungkann sie ja gar nicht sein" oder "Jetzt war nicht nur ihr freier Tagdahin,sondern auch noch...". Jemand vom Verlag sollte sich schleunigst dahinter setzen und eine Überarbeitung vornehmen. Es kommt einfach viel zu oft vor, als dass man darüber lesen könnte. 

Reihenfolge:
Band 2: Bloody Rosemary 
Canterbury Serenade meets Bloody Rosemary

Montag, 15. Juni 2015

Montagsfrage 15.06.2015




Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?

Viel Erfahrung mit Selfpublishern habe ich nicht: manchmal Rezensionsanfragen bekommen, hier und da mal ein Buch gelesen. Der Kontakt mit den Autoren war eigentlich durchaus gut und es wurde auch verstanden, wenn ich abgelehnt habe. 
Negativ hab ich nur ein Erlebnis im Kopf, als eine Möchtegern-Autorin sich neu in einem Forum anmeldete und sich dort ausschliesslich zu Werbezwecken äusserte. Gab man aber Kritik zu ihrem Buch, wurde sie ungehalten und meinte, wir alle kämen ja nicht draus. Aha ;-) Das ist aber das einzige Erlebnis, das mir - dafür aber nachhaltig - in Erinnerung blieb. 

Am meisten involviert war ich vor meiner Blogzeit, als die damalige Besitzerin der Tanzschule, an der ich unterrichtete, selbst zwei Unterrichtsbücher schrieb und verlegte. Das zweite Buch hab ich Korrektur gelesen, und beide beim Unterrichten natürlich auf Herz und Nieren geprüft. Ich konnte die Bücher auch vollständig weiter empfehlen, da ich nach derselben Tanztechnik unterrichtete. 

Letztes Jahr habe ich zwei Bücher von Indie-Autoren gelesen: Der Ruf der Pflanzen, das mich enttäuschte und Sommer in Grasgrün, welches ich hier mit einem anderen Buch aus dem List-Verlag ("Winterapfelgarten"),  zu fast demselben Thema verglich. 
Übrigens gibts von "Sommer in Grasgrün" mittlerweile einen Nachfolgeband: "Apfelgrüne Aussichten" - die Geschichte aus Brägenbeck geht weiter! 

Gestern habe ich "Mord en Rose", der erste Band der neuen Globetrotter-Krimiserie von Bernadette Olderdissen ausgelesen. Die Rezension dazu, wie auch ein Interview mit der Autorin erwarten euch nächste Woche auf meinem Blog. 
Zusammengefasst geben diese drei Beispiele positive Erfahrungen, aber unterschiedliche Arten von Zusammenarbeit wider. 


Diese Woche erwarten euch Rezensionen zu Krimiserien, die letztes Jahr ihren Auftakt feierten: "Bloody Rosemary", Band 2 der Oxfordkrimis von Katahrina M. Mylius und "Intrigen an der Côte d'Azur", ebenfalls Band 2 der Kommissar-Duval-Serie von Christine Cazon.

Für alle, die letzten Montag die Kommentare nicht gelesen haben: 
In diesem Post müsstet ihr die Cover von "Apfelgrüne Aussichten" und "Mord en Rose" sehen. Wenn nicht, deaktiviert für meinen Blog bitte allfällige Werbeblocker! Sonst entgehen euch die jeweiligen Cover der Bücher, die ich euch vorstelle und mein Blog würde recht langweilig aussehen so ohne passende Cover :-)


Montag, 8. Juni 2015

Montagsfrage 08.06.2015



Das letzte Buch, das du neu gekauft hast?

Letzte Woche hab ich drei Bücher gekauft und eins davon vorbestellt - es ist heute erschienen und ich hab es direkt bevor ich mich an die Montagsfrage setzte heruntergeladen:


Die 23-jährige Wiebke muss nach einem quälend langen Winter, einer verhauenen Prüfung und einem zähen Beziehungskampf einfach mal raus. Die Urlaubskasse gibt nicht viel her, und ihre beste Freundin macht Pärchenurlaub, doch Wiebke hat eine wunderbare Alternative: Sie besucht ihre Tante Larissa an der Müritz. 
Larissa ist genau so, wie Wiebke gern wäre: unabhängig, stark, eine Lebenskünstlerin. Doch Wiebke merkt, dass auch Larissa ihre Zweifel, Schwächen und Sehnsüchte hat. Ihre Gespräche helfen ihnen, die eigenen Wünsche ans Leben klarer zu sehen. Als die Liebe bei beiden einschlägt, wird ihre sommerliche Schicksalsgemeinschaft zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.



Ich mag die Bücher von Corina Bomann meistens sehr gerne und habe ihr neuestes als Sommerlektüre gekauft. Es liegen zwar noch zwei von ihr ungelesen auf dem SUB, aber der Sommer hat ja eben erst angefangen und bis zum Urlaub ist es noch weit. Bisher hat mir "Der Mondscheingarten" am besten gefallen, das werde ich sicher irgendwann nochmals lesen. 


Die letzten zwei Wochen war es unvorhergesehen ruhig auf meinem Blog, doch spätestens ab nächster Woche gehts wieder mit Rezensionen am Mittwoch und Freitag weiter. 
Euch allen wünsche ich eine sommerlich sonnige Woche!

Dienstag, 2. Juni 2015

Montagsfrage 01.06.2015


Würdest du dein aktuelles Buch nach jetzigem Stand weiterempfehlen? 

Ich lese "Tanz der Tarantel" von Kirsten Wulf. Jetzt langsam komme ich ein wenig ins Buch rein - am Anfang werden immer wieder verschiedene Rückblenden gezogen, in denen erzählt wird wie Elena nach Italien kam und wen sie dabei so kennengelernt hat. Das war teilweise anstrengend, weil ich das Gefühl hatte nicht weiterzukommen mit der Geschichte. Aber so langsam ist  das Wichtigste an Informationen vorbei und es geht vorwärts. 
Soeben hab ich auf Amazon entdeckt, dass nächste Woche Band 2 "Vino mortale" erscheint und bei der Beschreibung entdeckt, dass Commissario Cozzoli und Elena beide wieder ermitteln. Nun bin ich sehr gespannt, wie die erstmalige Begegnung von Cozzoli und Elena sein wird. Bisher haben sie erst zusammen telefoniert. Es könnte also spannend werden! Und ja, deshalb empfehle ich es weiter. 




Lesebiografie Juni 2015


Mir hat es gestern die ganze Bücherliste samt gelesenen, SUB und Wunschliste gelöscht :-( Nun muss ich alles wieder irgendwie rekonstruieren und hoffe, ich hab keins vergessen:


- Der Duft der Wildrose von Constanze Wilke 
- Bloody Rosemary: Ein Oxfordkrimi von Katharina Mylius (Band 2) 
- Tante Poldi und die sizilianischen Löwen von Mario Giordano 
- Hafenmord von Katharina Peters  
- Bernsteinmord von Katharina Peters 
- Klippenmord von Katharina Peters 
- Dünenmord von Katharina Peters 
- Intrigen an der Cote d'Azur: der zweite Fall für Kommissar Duval von Christina Cazon 
- Agatha Raisin und der tote Ehemann von M.C. Beaton