Mittwoch, 15. Juli 2015

Krimi: Ein Commissaire geht baden von Julie Masson (Lefevre 2)

Klappentext:
Farbige Wimpel flattern im Wind. In Hossegor an der französischen Atlantikküste ist internationales Publikum versammelt, jeder feuert sein Team der Surfweltmeisterschaft an. Der Jubel verwandelt sich in Entsetzen, als einer der Lokalmatadoren plötzlich über Schwindel klagt und wenig später tot im Sand liegt. Commisaire Lefevre glaubt nicht an einen Zufall und beginnt zu ermitteln. In der Hippie-Welt der Surfer, die von der ultimativen Welle träumen, und der Arena des Leistungssports, wo Wettbetrügereien, Doping und Sponsoring die kriminellsten Blüten treiben. 


September am Atlantik: Commissaire Lucien Lefevre hat sich ein Häuschen an der Düne, am Strand von Contis gekauft. Doch leider verlaufen die Arbeiten daran nicht nach seinem Wunsch. Er verletzt sich und kann sich in den kommenden Tagen nur mit Krücken vorwärts bewegen. Zudem wird Lucien zum interimistischen Leiter der Polizeistelle in Lit-ex-Mixte befördert, was leider bedeutet, dass er erneut mit Yves Dubertrand und François Chevalier zusammen arbeiten muss. Doch viel los ist nichts und so fährt er mit seinen Sergeants nach Hossegor um der Surfweltmeisterschaft zuzuschauen, offiziell sind sie natürlich zur Sicherheit da ;-) Kaum sind sie am Strand bricht einer der jungen Surfer zusammen. Der Arzt stellt für Lefevres Gefühl viel zu schnell den Todesschein aus. Lefevre beginnt zu ermitteln - mit Recht, wie sich schnell zeigt. 

Lefevre hat in diesem Band gar keine Zeit für seinen geliebten Feuille Morte! Wohl auch besser so, denn er steht unter starken Schmerzmitteln. Mit Krücken auf Sand zu laufen bekommt seinem Bein nicht gut. Doch ein Indianer kennt keine Schmerzen und er lässt mit seinen Ermittlungen nicht "lugg". Erst recht nicht, als er merkt, dass gewisse Leute ein falsches Spiel mit ihm spielen. Das lässt sich Lucien natürlich nicht gefallen. Auch die Einmischung von Valerie Le Bons, die die Polizeidienststelle von Hossegor leitet, passt ihm nicht. Seine faulen Sergeants erweisen sich dafür für einmal nicht ganz so fehl am Platze, da Chevalier selbst surft und sich so perfekt in die grosse Surferfamilie hineinmischen kann. Bald schon haben sie einen zweiten toten Surfer vor sich und ermitteln in einem Sumpf voller manipulierten Surfbretter, Doping und Konkurrenz.

Ich fühlte mich beim Lesen, als ob ich in einer Bar auf der Promenade sitze und das Geschehen am Strand mitverfolgen konnte. Mir gefiel die Kulisse dieses Krimis sehr gut, auch dass für einmal im Surfermilieu ermittelt wird. Spannung war da und auch Humor fehlt nicht. Ein durchwegs gelungener Krimi! 

Sommerliche Unterhaltung mit witzigen Elementen, ein Muss für den Strandurlaub. 
4 Punkte. 


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