Freitag, 17. Juli 2015

Krimi: Bretonischer Stolz von Jean-Luc Bannalec (Dupin-Serie Band 4)

Klappentext:
Am malerischen Fluss Belon, dort, wo die weltberühmten Austern gezüchtet werden, zwischen Klippen, Zauberwäldern und dem Atlantik, entdeckt eine eigensinnige alte Filmdiva kurz vor Ostern die Leiche eines Mannes. Nur wenig später erreicht Kommissar Dupin ein Anruf aus den sagenumwobenen Hügeln der Monts d’Arrée, um die sich Legenden von Feen und dem Teufel ranken. Auch dort wurde ein Toter gefunden. Doch niemand kennt seine Identität. Als sich herausstellt, dass die Spuren zu keltischen Brudervölkern, einer Sandraub-Mafia und rätselhaften Druiden-Kulten führen, ahnt der Kommissar: Dies wird sein aberwitzigster Fall. 


Auch der vierte Fall für Kommissar Dupin ist spannend:
Auf einem Parkplatz findet Madame Bandol auf ihrem täglichen Spaziergang eine Leiche. Doch als die Polizei eintrifft, ist die Leiche verschwunden. Nur Dupin glaubt der ehemaligen Schauspielerin - seine Kollegen und sein Präfekt erst, als man tags darauf eine weitere Leiche entdeckt. Könnte das der Tote vom Parkplatz sein? 
Da Kadeg des Sandraubes verdächtig wird, ermittelt Dupin mit anderen Kollegen, darunter ein ein fähiger Spurenleser mit unaussprechlichem bretonischem Namen und eine nette und zuverlässige Polizistin, Magalie Melen. 
Georges Dupin ist froh um den neuen Fall rund um Riec-sur-Bélon, so kann er sich einer Fortbildung entziehen - nur nicht der bevorstehenden Feier zu seiner Beförderung als "leitender Kommissar" und auch nicht seinem Präfekten Locmariaquer, der ihm in diesem Fall enorm zusetzt. Doch nicht genug: Claire hat eine Überraschung für ihn und sein Arzt hat ihm Kaffeeverbot erteilt. Kaum zu glauben, dass Dupin auf Koffeinentzug den Fall schlussendlich fast im Alleingang bravourös löst. 

Während Dupin die Stellung hält, führt der neue Fall Riwal nach Schottland und dem Leser eröffnen sich Zusammenhänge zwischen der Bretagne und Schottland - den Kelten sei es gedankt. Ebenso kommt man in den Genuss mit Dupin zusammen viel über die Austernzucht zu lernen. Da sage noch einer Krimis seien bloss unterhaltend und nicht lehrreich! 

Total genervt hat mich, dass gefühlte tausend Mal ein Satz mit "Ich..." angefangen oder beendet wurde, dazu etwa fünf Mal "Er...". Entweder folgte dann ein neuer, ganzer Satz oder die Person, die das sagte, wurde unterbrochen. Wenn das zweimal vorkommt, okay. Doch hier wurde es aufs Ärgste strapaziert. Man kann Reden auch nach einem ganzen Satz unterbrechen oder halt gar nicht. 

Fazit: Ein unterhaltender, überzeugender Krimi mit vielen Verdächtigen, aber stilistischem Verbesserungspotential. 
Bleibt zu hoffen, dass Dupin im fünften Band wieder Kaffee trinken darf! 
4 Punkte. 

Keine Kommentare: