Samstag, 2. Mai 2015

Krimi: Wer im Dunkeln bleibt von Deborah Crombie

Klappentext:
Am Londoner St. Pancras Bahnhof wird ein Bombenanschlag verübt, bei dem mehrere Menschen sterben. Ryan March, Mitglied einer Protestgruppe, der eine verdächtige Tasche mit sich führte, gehört zu den Toten. War er der Täter? Superintendent Duncan Kincaid übernimmt die Ermittlungen, muss aber feststellen, dass die einzelnen Puzzleteile des Falls überhaupt nicht zueinanderpassen. Mit Hilfe seiner Frau, Inspector Gemma James, kommt er schließlich peu à peu den Hintergründen der Tat auf die Spur. Doch was er entdeckt, ist unfassbar grausam ...



Ich liebe diese Serie! Vor Jahren hab ich vereinzelte Bände gelesen, fast jedes Jahr eins. Bis ich letztes Jahr alle bisher erschienenen 15 Bücher in einem Rutsch direkt nacheinander durchgelesen habe. Das Warten auf Band 16 dauerte seither eine gefühlte Ewigkeit! Jedes neue Buch ist so ein bisschen wie ein Verwandtenbesuch, bei dem man bei Familie Kincaid James für ein paar Tage ins Gästezimmer zieht und mitten drin dabei ist. 
Im Haus gibt es neuerdings auch anderen Zuwachs, vierbeinigen, den die Jungs entdeckt haben und natürlich behalten wollen. Doch immer noch weiss die Familie nicht wie lange sie im Haus der Tochter von Duncans ehemaligem Chef Denis Childs wohnen können. Childs und seine Tochter Liz sind wie vom Erdboden verschwunden. 
Auch sonst ist vieles ungewiss. Duncans neue Stelle in Holborn, Gemmas Beförderung. Viel Zeit um darüber nachzudenken bleibt ihnen nicht: Gemma und Melody stecken in einem schwierigen Fall fest; sie kennen den Täter, konnten ihn aber noch nicht überführen. Dann wird Melody Zeuge eines Brandbombenanschlags, dessen Ermittlung Duncan zum Glück übernimmt. Da er seinem neuem Team nicht traut, hilft ihm inoffiziell auch sein ehemaliger Sergeant Doug Cullen, der wegen eines Unfalls Schreibtischdienst schiebt. Zusammen kommen sie nicht nur den Tätern, sondern auch anderen ungeheuerlichen Zusammenhängen auf die Spur 
Hier endet Band 16, und weist so wohl ein wenig auf Band 17 hin - ich vermute einen Zusammenhang mit dem Verschwinden von Duncans Chef. 

Bis auf das angebliche "Chef besucht kranke Tochter im Ausland und beide sind unauffindbar" (was mir zu platt rüber kommt, denn wenn man wirklich wollte, hätte Duncan und/oder Scotland Yard Denis Childs in Singapur oder wo auch immer sicherlich aufgespürt), fand ich "Wer im Dunkeln bleibt" wieder sehr gelungen. Ich hoffe, dass Band 17 Licht ins Dunkel bringt, was dieses ominöse Verschwinden betrifft. Ich mag nicht, wenn sich solche Geheimnisse über mehrere Bände hinwegziehen, irgendwann sind sie nur noch nervig. So ähnlich wie die Story um Red John bei The Mentalist oder bei Major Crimes. Da mag man gar nicht mehr einschalten...
Aber das sind jetzt alles Vermutungen und Spekulationen über den 2016 erscheinenden neuen Band. 

Fazit: Das vorliegende Buch jedenfalls erfüllt alles, was Krimileser gerne haben: Unterhaltung, Spannung und solide Ermittlungsarbeit. 4.5 Punkte. 

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