Freitag, 8. Mai 2015

Krimi: Mord in Honeychurch Hall von Hannah Dennison

Klappentext:
Kat Stanford will mit ihrer Mutter ein Antiquitätengeschäft eröffnen, als diese überraschend einen einsamen alten Landsitz kauft. Honeychurch Hall ist mehrere hundert Meilen von London entfernt, und seine exzentrischen Bewohner hüten jede Menge Geheimnisse. Als die Leiche der Haushälterin entdeckt wird, scheint jeder von ihnen ein Motiv für den Mord zu besitzen. Auf der Suche nach dem Mörder muss Kat feststellen, dass sie nicht einmal mehr ihrer eigenen Mutter trauen kann.





Das Cover und die Inhaltsangabe machten mich neugierig auf diese neue Krimiserie. Doch aufgepasst: wem Honey Driver schon zu nervös erscheint, darf sich nicht auf diese Serie einlassen - hier ist alles noch chaotischer, gepaart mit Möchtegern-Adel.

Dass ihre Mutter Iris, die bisher kaum alleine leben konnte und nichts auf die Reihe brachte,  spontan umgezogen ist, erfährt Kat erst als es schon zu spät ist. Nun hat Iris auch noch den Arm gebrochen - beides Grund genug, dass Kat sofort hinfährt und Iris zur Vernunft bringen will, sprich sie zurück nach London nehmen möchte. Iris hat aber nicht einfach nur ein kleines Cottage gemietet, sondern ein Haus auf dem Anwesen von Honeychurch Hill in Devon. 
Das Haus ist eine Bruchbude und müsste dringend saniert werden. Eigentlich dürfte man da gar nicht drin wohnen, so viel ist morsch und kaputt. Doch Iris lässt sich nicht davon abbringen und will hier wohnen bleiben. Sie scheint auch sonst viele Geheimnisse zu haben... 
Immerhin gibt Iris zu, dass sie sich den Einzug leichter vorgestellt hat, denn Nachbar Eric macht ihr das Leben schwer. Er stellt das Wasser ab und ist noch für weitere Unannehmlichkeiten zuständig. 
Kat lernt Harry kennen, der Sohn von Lord Rupert und Lady Lavinia. Da sein Kindermädchen Gayla verschwunden ist, "darf" Kat eines Abends einspringen und lernt das Anwesen samt Bedienstete kennen. Die Angestellten scheinen allesamt miteinander verwandt zu sein - mir war das zu viel, ich hab irgendwann abgehängt. Nicht nur Gayla ist verschwunden, sondern auch Antiquitäten aus dem Herrenhaus. Schon länger und immer wieder. Auch Kats Lieblingsteddybär Jazzbo wird nicht mehr aufgefunden, nachdem Harry ihn am ersten Tag gleich ausgeliehen hat.

Eine Schmierenkomödie vom Feinsten. Es kam mir vor, als ob ich im Theater sitze und einer Vorstellung zuschaue. Überspitzte, skurille Figuren kamen im schnellen Wechsel auf die Bühne. Dazu viele Geheimnisse, verschwundene Dinge und ein Mord. 
Doch dieser reicht nicht aus, um daraus einen Krimi zu machen. Obwohl am Schluss der Mord und alle weiteren überraschenden Geheimnisse aufgelöst wurden, blieb es für mich eine Komödie. 

Mir gefällt zwar das deutsche Cover, doch finde ich das der englischen Ausgabe aussagekräftiger. Darauf sieht man den Park und die baufälligen Gebäude, die mich mehr auf den Inhalt einstimmen als das relativ kühl gehaltene deutsche Cover. 
Auch wenn mich "Mord in Honeychurch Hall" nicht als Krimi überzeugt, mich aber trotzdem unterhalten hat, gebe ich Band 2 "Schatten über Honeychurch Hall", das im Januar 2016 erscheint, eine Chance. Vielleicht kommt da mehr Krimifeeling durch. 
3.5 Punkte. 














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