Sonntag, 31. August 2014

Lesebiografie August 2014

- No more dirty looks von Siobhan O'Connor und Alexandra Spunt 
- In Nomine Diaboli von Monika Küble und Henry Gerlach 
- Agatha Raisin und die tote Gärtnerin von M.C. Beaton 
- Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef von Richard C. Morais 
- Sommerprickeln von Mary Kay Andrews 
- Vogelfrei von Felicita Gruber 
- Mord an Halloween von Jean G. Goodhind 
- Die Buchhändlerin von Orvieto von Valentina Pattavina 
- Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald 
- Der Apfelsammler von Anja Jonuleit 
- Die Glücksbäckerin von Long Island von Sylvia Lott
- Die Tote am Watt von Gisa Pauly 
- Ein Winter in Venedig von Claudie Gallay

Freitag, 29. August 2014

Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald

Klappentext:
Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy …


Eigentlich wollte ich eines späten Abends nur die ersten Seiten lesen, nachdem ich ein anderes Buch beendet hatte und schon sehr müde war. Doch dann wurde aus ein paar Seiten ein Kapitel und dann noch eins und nochmals eins. Das liebevoll geschriebene Buch zog mich von Anfang an in seinen Bann - herrlich!
Es ist ein leises Buch und handelt von trotzigen Kleinstadtbewohnern (ein verschlafendes Nest, bei uns liefe es wohl eher unter Dorf) und von Büchern: 

Als die Schwedin Sara Ende August nach Amerika fliegt um Amy zu besuchen, ist Amy bereits gestorben. Die eigenwilligen Dorfbewohner, die Sara von Amys Briefen her kennt, lassen sie in Amys Haus wohnen und Sara verteilt ihre 13 mitgebrachten Bücher im Haus, damit es wohnlich aussieht. Auf die Frage, was sie denn hier wolle, antwortet sie mit: "Lesen". "Als Urlaub". Logisch für Buchliebhaber, aber von George erntet sie nur ein Kopfschütteln.
Das kleine Städtchen Broken Wheel konkurrenziert mit der Nachbarstadt Hope. Die Namen der beiden Ortschaften sagen ja schon alles. Viele Bewohner sind bereits nach Hope umgezogen, weil es dort Arbeit gibt und Hopes Einwohner haben nur ein spöttisches Lächeln für Broken Wheel übrig. Doch dann eröffnet Sara den Buchladen, und weil es das Einzige ist, was Broken Wheel hat, aber Hope nicht, kommen neuerdings öfters Leute nach Broken Wheel. Der Gemeinderat überlegt sich schon einen Touristeninfostand zu eröffnen, aber das ist dann doch ein wenig übertrieben. Dafür planen sie eine Leseaktion und manch einem bisher nicht lesenden Bewohner wird ein Buch in die Hand gedrückt.  
Sehr eindrücklich auch die Szene, wo Sara im Laden liest und zuerst nur Jugendliche beeindruckt durch das Schaufenster zusehen wie Sara absolut gar nichts mitbekommt und sie einfach nur da sitzt und liest und liest und liest…  Zu der Handvoll Jugendlicher kommen sämtliche Stadtbewohner dazu und schmeissen draussen eine Grillparty: "Es sind alle hier um Sara lesen zu sehen." Als Sara aufhört zu lesen, stoppen sie die Zeit, genau 5 Stunden 37 Minuten.
Sara wird von allen geliebt. Kein Wunder plant der Gemeinderat nach Ablauf der drei Monate Touristenvisa eine Aktion, damit Sara in Amerika bleiben darf…

Man merkt der Autorin die Bücherliebe an, die Geschichte ist wunderschön geschrieben und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Kombination des Themas "Leseliebe" mit "Sorgen und Freuden der Kleinstadtbewohner" ist extrem gelungen. Das Fazit des Buches ist ungefähr: "Lesen ist toll, doch Bücher ersetzen nun mal keine Menschen" - dies merkt auch Sara am Ende des Buches. 
Das einzige was mich gestört hat, ist, dass Sara Gertrude erlaubte im Laden zu rauchen - das geht für mich gar nicht. Aber das war dann auch wirklich das einzig Negative im Buch. 

"Sie (Sara) hatte schon immer gefunden, dass Herbstluft und Bücher gut zusammenpassen und dass beide auf irgendwelche Weise zu bequemen Sesseln und grossen Tassen Kaffee oder Tee gehören." 

Dem kann ich nur zustimmen! "Ein Buchladen zum Verlieben" passt perfekt zur Jahreszeit und ich kann jedem nur empfehlen es jetzt zu lesen. 
5 Punkte. Eigentlich 10. Aber das geht ja leider nicht ;-)


Mittwoch, 27. August 2014

Die Buchhändlerin von Orvieto von Valentina Pattavina

Klappentext:
Matilda, stadtverdrossene Römerin, will ihr Leben umkrempeln und sucht Zuflucht im beschaulichen Orvieto. Von der ebenso skurrilen wie entspannten Nachbarschaft wird sie mit offenen Armen aufgenommen, und sie bekommt einen Job in der schönsten Buchhandlung am Platz – für Matilda erfüllt sich ein Traum! Aber Orvieto und vor allem die darum liegenden Pinienwälder bergen ein Geheimnis, und das harmonische Miteinander ist plötzlich in Gefahr … So was! Ein solch herber Empfang in der schönsten Stadt Umbriens: Schon am Tag ihrer Ankunft wird Matilda, Römerin, Single, Anfang Vierzig, von einem fiesen Wespenschwarm überfallen. Hoffentlich kein schlechtes Omen, denn eigentlich hatte sie vorgehabt, ihr Leben umzukrempeln und sich hier im beschaulichen Orvieto niederzulassen. Zum Glück wird sie dann von der ebenso skurrilen wie entspannten Nachbarschaft mit offenen Armen aufgenommen. Und dank ihrer Bekanntschaft mit Professor Paolini erfüllt sich sogar ihr Traum: Sie bekommt einen Job in der schönsten Buchhandlung am Platz und kann sich mit einem echten Kenner über ihre literarischen Leidenschaften austauschen. Aber Orvieto und vor allem die darum liegenden Pinienwälder bergen ein Geheimnis, und das harmonische Miteinander ist plötzlich in Frage gestellt…

Herrlich der Einstieg, bei dem Matilda den Wespen zum Opfer fällt! Die schrullige Matilda lebt sich in Orvieto schnell ein, bekommt Job und Wohnung und freundet sich mit den Bewohnern an. Doch dann bekommt das angenehme Leben einen Knicks - die ruhige Erzählung verwandelt sich zum Krimi. Zusammen mit dem Journalist Michele, dem Neffen von Professor Paolini, möchte sie genaueres zu einem ungeklärten Todesfall, der zehn Jahre zurück liegt, herausfinden. Doch jetzt stechen sozusagen Matilda und Michele in ein Wespennest. 

Das kleine, hübsch auf einem Hügel gelegene Städtchen Orvieto wird zum Handlungsplatz dieser anfangs zauberhaften, eher kurzen Erzählung. Der Zauber verfliegt aber leider durch den eingeschobenen Kriminalfall. Statt der Geschichte um diesen unerklärlichen Todesfall hätte ich lieber mehr über Matildas Vergangenheit und Zukunft in Orvieto erfahren. Die Zutaten wären durchaus vorhanden gewesen, doch die Autorin entschied sich daraus einen Krimi zu schreiben. Schade, denn der Schreibstil war sehr erfrischend. Hätte sie diesen trotz Krimi beibehalten wäre ich wohl begeistert gewesen, doch leider entschwand er samt meiner Begeisterung kurz nach dem Auftauchen von Michele. 

Ich hab mir lange überlegt, ob ich diese Rezension unter "Not amused" einteilen soll. Aber der sehr schöne, weil charmant und verschroben zugleich, erste Teil und der irgendwie dann doch verständliche Schluss, lassen mich davon absehen.
Das Buch ist trotz allem eine ideale Reiselektüre für Toskana-Reisende. Ich jedenfalls hätte es vor vielen Jahren auf meiner Reise durch die Toskana samt Besuch von Orvieto (wundervoller Ausblick ins Tal!) gerne dabei gehabt. Das Lebensgefühl wird sehr gut eingefangen. 

3.5 Punkte.


Montag, 25. August 2014

Montagsfrage 25.08.2014

Das abgefahrenste Buch, das du je gelesen hast?

Wahrscheinlich, weil mir noch gut in Erinnerung, Books & Braun von Pip Ballantine und Tee Morris.
Ben Aaronovitch ist ja auch recht fantasievoll, "Harry Potter" sowieso, aber "Books & Braun" fand ich wirklich abgefahren. Fantasievoll und extrem kreativ wie Steam Punk nun mal ist. Wo da überall Waffen versteckt waren… Aber eben genau der Umgang mit den Waffen und im wahrsten Sinne des Wortes das stetige "über Leichen gehen" hat mir gar nicht gefallen. Doch in Punkto Ideenreichtum und Abgefahrenheit ist Books & Braun kaum zu schlagen.


Samstag, 23. August 2014

In Nomine Diaboli von M.Kübler/H. Gerlach

Klappentext:
Oktober 1414. Kaum ist der junge Bäcker Cunrat Wolgemut in Konstanz eingetroffen, um während des Konzils sein Glück zu finden, gerät er auch schon in Schwierigkeiten: Er wird in eine Schlägerei verwickelt, seine heiratswütige Base stellt ihm nach und sein Freund wird tot aufgefunden. Bald gibt es weitere Tote und Cunrat wird klar, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Gemeinsam mit dem Bäcker Giovanni Rossi und dem Humanisten Poggio Bracciolini macht er sich auf, das Geheimnis um die Toten zu lüften …



Was Konstanz in den Jahren 1414 bis 1818 erlebt hat, grenzt an logistischer Meisterleistung! So eine kleine Stadt, die urplötzlich so viele Personen mitversorgen musste. Dieses Konzil war Europas grösster kirchlicher und politischer Kongress des Mittelalters.
Zum 600. Jahrestag gibt es in Konstanz viele Events für die Bevölkerung, so dass auch uns heutzutage die Geschichte des Konzils nahe gebracht wird. Ich selbst habe mir die Ausstellung (sie dauert noch bis 21. September) angesehen. Einige sehr schöne Ausstellungsobjekte werden gezeigt, und die Geschichte wird gut aufgegliedert. Für mich war das zwar nichts Neues, da ich vom Studium her schon sehr viel über diese wichtige und kirchengeschichtlich doch sehr spezielle Zeit weiss.

Um mein Wissen aufzufrischen hab ich parallel zum Ausstellungsbesuch "In Nomine Diaboli" gelesen. Während es bei Sabine Wassermanns "Das Zeichen des Ketzers" praktisch nur um Jan Hus geht, erlebt der Leser in "In Nomine Diaboli" Konstanz aus der Sicht eines Bäckerlehrlings und Jan Hus kommt nur sehr nebensächlich vor.
Cunrat wird zu seinem Onkel geschickt, der einen weiteren Lehrling benötigt. Bald gewöhnt er sich ans Stadtleben, doch dann stirbt ein Wirt. Cunrat glaubt nicht, dass es sich hierbei um einen Selbstmord handelt. Als weitere Morde geschehen ist er sicher, dass Fledermäuse und der Teufel seine Hand im Spiel haben. Nur will das der Stadtvogt nicht so recht glauben - oder doch? Und wem kann Cunrat vertrauen, wem nicht? 

Im kriminalistischen Teil des Buches wird sehr gut beschrieben wie sich das Stadtleben zu jener Zeit gestaltete. Die Schilderungen sind so gut, dass man sich direkt dabei fühlt. Der Sekretär von Papst Johannes, Poggio Bracciolini, schreibt oft Briefe an einen gewissen Nino und erzählt darin, was am Konzil so abläuft. Dadurch wird die Konzilsgeschichte in Briefform zwischen den Erzählteil geschoben, so dass sich beides zusammen sehr gut ergänzt. 
Nicht alles ist chronologisch korrekt. Doch die Änderungen werden im Nachwort erklärt. 

Zuweilen kam es mir beim Lesen vor, als ob das Buch mit seinen 787 Seiten genau so lang wie das Konzil dauert. Doch dann wurde es jeweils schnell wieder fesselnd. Die Geschichte umfasst aber nur etwa ein Jahr des Konzils. Politisch wie geschichtlich bekommt man ganz viel mit, der Kriminalfall ist verzwickt und bleibt spannend bis zum Schluss. 

Sehr gut gefallen haben mir die "welschen" (dabei handelt es sich aber nicht wie bei uns in der Schweiz gebräuchlich um Welsche = Romands, sondern um Italiener) Bäcker mit ihren Bäckerwagen. 
Im April hab ich im SWR eine Sendung rund um das Konstanzer Konzil gesehen, in dem ein solcher Bäckerwagen nachgebaut wurde. Da war es natürlich spannend, dass im Buch Cunrat und Giovanni mit solch einem Wagen ihren Lebensunterhalt verdienen. Vielleicht wird die Sendung bald einmal wiederholt, es lohnt sich diese anzuschauen. 

Fazit: Ein tolles Buch für geschichtlich interessierte Leser, optimal wenn man das Lesen mit mit einem Besuch in Konstanz verbinden kann. 4 Punkte. 




Donnerstag, 21. August 2014

Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef von Richard C. Morais

Klappentext:
Trüffel oder Tandoori? Dieser charmante kulinarische Roman über die Fehde zwischen einem französischen Gourmetrestaurant und einem quirligen indischen Lokal steckt voller Düfte und Gewürze und ist eine Liebeserklärung an die Heimat, die Familie und den einfachen, unverfälschten Geschmack.
Seine früheste Erinnerung ist der Duft von scharfem Curry. Als Hassan Haji über einem turbulenten Imbissladen in Bombay das Licht der Welt erblickt, ahnt niemand, welch großes Talent in ihm schlummert. Erst Tausende Kilometer entfernt, in einem verschlafenen französischen Dorf, entdeckt der Junge seine Leidenschaft für die hohe Kunst des Kochens – und gerät mitten hinein in eine handfeste Restaurant-Fehde: Seiner indischen Großfamilie und ihrem lebhaften Lokal schlägt die offene Verachtung der alteingesessenen Madame Mallory entgegen, die genau gegenüber einen sternedekorierten Gourmettempel führt. Bis sie Hassans Gabe erkennt und anbietet, ihn in die Geheimnisse der gehobenen Küche einzuführen. Doch nur wenn der Lehrling die Straßenseite wechselt und bei ihr einzieht – in die Höhle der Löwin…

Im ersten Viertel des Buches wird von Hassans Kindheit in Indien und London erzählt. Das zweite Viertel beinhaltet seinen Aufenthalt mit seiner Familie in einem französischen Dorf. Danach wird nur noch von seinem Leben in Paris erzählt.
Der "indische" Teil braucht es, um Hassans Wesen zu verstehen, der "Dorf"-Teil ist der schönste und spannendste und der "Paris"-Teil enttäuscht. Es ist, als ob dort Hassans Biographie noch schnell abgehandelt wird, im Sinne von "Seht mal, was ich erreicht habe!" Hassan bleibt zwar bei seinen Wurzeln und vergisst nicht, woher er kommt. Das halte ich diesem doch manchmal sehr angeberischem "mein Restaurant, meine Sterne"-Denken der - wohl nicht nur - französischen Gastronomie dann doch noch zugute. Wer die Serie um Xavier Kieffer von Tom Hillenbrand kennt, wird manche Beschreibungen daraus erneut antreffen.

Das Buch ist zweischneidend, bzw. meine Gedanken dazu: einerseits seh ich bildlich vor mir wie Madame Mallory in ihrem Garten sitzend Artischocken vorbereitet oder höre die laute Musik aus dem indischen Restaurant, die Madame Mallory wütend macht. 
Andererseits ist mir vieles zu aufgesetzt und im Gegensatz zu Büchern von Preethi Nair oder Anjali Banerjee rieche ich hier keine Düfte und Gewürze. Die Titelperson Madame Mallory kommt leider auch nur im zweiten Viertel vor - ein passenderer Titel wäre: "Der indische Küchenchef und seine Erlebnisse".  

Das Buch wurde verfilmt und ist ab heute als "The Hundred-Foot Journey" im Kino zu sehen. Ich wünsche mir, dass v.a. der Teil von Hassans Lehre bei Madame Mallory ausgeschmückt wird und einen grösseren Teil einnimmt als im Buch! Eigentlich wollte ich den Film im Kino ansehen, da die Story doch sehr viel her gibt für einen Kinofilm und mit Helen Mirror als Madame Mallory kann-muss-sollte der Film doch nur gut sein. Doch einige Filmkritiken bemängeln bereits, dass Madame Mallory nicht der gebührende Platz zugewiesen wird und so befürchte ich, dass der Film extrem "Buchnah" ist. Ich werde jedenfalls berichten, falls ich es ins Kino schaffen werde. 

4 Punkte für das Buch, aber nur weil der "Dorf-Teil" mit Madame Mallory so schön beschrieben ist. 


Mittwoch, 20. August 2014

Leichte Sommerlektüre

Nette Bücher für zwischendurch:


Die wunderbare Welt der Rosie Duncan von Miranda Dickinson
Buchbeschrieb:
Rosie Duncans Leben scheint perfekt: Ihr Blumenladen floriert, sie hat wunderbare Freunde und sie ist verliebt – in New York, die fantastischste Stadt der Welt. Einen Mann braucht sie nicht. Als der faszinierende Nate auftaucht, ist Rosie kurz davor, ihre Meinung zu ändern. Wäre da nicht ihr lange verdrängtes Geheimnis, das ihr den Glauben an die Liebe genommen hat – für immer. Aber vielleicht ist es an der Zeit, ihrem Glück noch eine Chance zu geben?




Eine herzenswarme Geschichte nicht nur für Blumenliebhaber :-)



Ein letzter Brief von dir von Juliet Ashton
Buchbeschrieb: 
Jede Geschichte hat zwei Seiten. Und jede Liebe ihr Geheimnis.
Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot. 
Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war doch Sims große Liebe. Und er ihre. 
Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden.


Eine überraschender Roman über die Liebe. 


Die Sommerfrauen von Mary Kay Andrews
Ellis, Dorie und Julia sind grundverschieden und beste Freundinnen, seit sie denken können. Jetzt haben sie endlich einmal den ganzen Sommer Zeit füreinander: vier Wochen lang, in einem Ferienhaus direkt am Meer mit Sonne satt – ein Urlaub zum Träumen. 
Doch alle drei haben ihre Geheimnisse: Ellis hat ihren Job verloren, Dorie hat ihren Mann verlassen und Julia hat Angst, ihrer großen Liebe das Ja-Wort zu geben. Ty Bazemore wohnt nebenan, außerdem gehört ihm das schöne Ferienhaus – doch das verrät er den Frauen nicht. Als er Ellis trifft, fühlt Ty sich sofort zu ihr hingezogen. Gibt er seinen Gefühlen nach, auch wenn er damit alles auf’s Spiel setzt? Und dann ist da noch Madison, eine Frau auf der Flucht vor ihrem alten Leben: Alles was sie jetzt braucht sind ein gutes Versteck, eine neue Identität und möglichst keine Fragen. Können ihr die drei Freundinnen helfen?

Meiner Meinung nach ihr bisher bestes Buch! 

Montag, 18. August 2014

Montagsfrage 18.08.2014


Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest? 

Gute Frage, denn ich hab schon einiges gemacht. Gelernt und gearbeitet in einer Buch- und Musik/Kunsthandlung, später im Studium Bücher studiert und übersetzt und kurz vor Geburt meiner Tochter bei einem Lehrmittel mitgearbeitet. Daneben habe ich manchmal noch bei Diplomarbeiten Korrektur gelesen, das ergab einen minimen Einblick in die Arbeit einer Lektorin. Nun blogge ich über Bücher, und mein momentaner Traumjob wäre es wenn ich dafür bezahlt würde :-) Lesen und rezensieren was ich will und dafür Lohn bekommen - das wär nicht schlecht!


Genug geträumt - der Alltag hat heute wieder begonnen; die Schulferien sind zu Ende, der nicht da gewesene Sommer ebenfalls. Nun wird es wieder regelmässiger Posts geben. Und ich hoffentlich wieder mehr lesen. Denn viel gelesen hab ich in den Schulsommerferien (als Mami hat man ja leider keine Feriennicht. Ich kämpfte mich zu lange durch die enttäuschenden "Sommer im Herzen" und "Sommerprickeln". Deshalb verzichte ich auf die angekündigte Rezension von "Sommerprickeln" - es ist eine extrem vorhersehbare Geschichte und bekommt nur 3.5 Punkte von mir. Kann man lesen, muss man aber nicht. 
Dann hatte ich noch mit dem neuen "Bridget Jones" begonnen, doch sehr schnell wieder aufgehört. Wohl eins der seltenen Begebenheiten wo der Film besser sein wird als das Buch!
Jetzt hab ich wieder Lust auf Krimis und als nächstes werde ich "Mord zu Halloween - Honey Driver ermittelt" von Jean G. Goodhind (Band 10), das heute erschienen ist, lesen. Danach gehts wohl mit  "Vogelfrei" von Felicita Gruber weiter.







Mittwoch, 13. August 2014

Sommer im Herzen von Mary Kay Andrews

Klappentext: 
Ein Mann, vier Frauen und eine Bar direkt am Strand: der perfekte Sommerroman – große Liebe inklusive
Grace Stanton ist eine erfolgreiche Lifestyle-Bloggerin. Als sie jedoch ihren Ehemann dabei erwischt, wie er sie mit ihrer Assistentin betrügt, gehen die Pferde mit ihr durch: Sie fährt seinen teuren, heißgeliebten Sportwagen in den Swimmingpool. Kurze Zeit später passt ihr Haustürschlüssel nicht mehr, ihre Kreditkarten sind gesperrt und auch der Zugang zu ihrem Blog ist gelöscht. Sie reicht die Scheidung ein, doch der Richter verdonnert sie erst einmal zu einer Trennungsbewältigungstherapie. Das hat ihr gerade noch gefehlt! 
Am Anfang denkt Grace noch, dass sie mit den anderen vier Teilnehmern absolut nichts gemeinsam hat. Doch dann verhält sich die Therapeutin so seltsam, dass die fünf beschließen, ihre eigene Gruppensitzung jeden Mittwochabend in der „Sandbox“ abzuhalten. Dabei stellen sie schnell fest, dass sie doch mehr verbindet, als sie dachten. Können sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und zusammen einen neuen Weg ins Leben finden?


Beim Lesen der ersten Seiten bin ich erschrocken - der Schreibstil erinnert extrem an Sophie Kinsella. Eine betrogene Ehefrau, die noch im Schock das teure Auto ihres Mannes im Swimmingpool versenkt. Das kann doch nur von Frau Kinsella sein. Aber nein. Leider blieb das Buch fast durchgehend auf diesem Niveau. Zwar versucht M.K. Andrews zum Beispiel durch die Beziehung von Grace und Wyatt oder die Gespräche der Therapiegruppe in der Sandbox mehr Tiefe in das Buch zu bringen, das gelingt ihr aber nicht. 

Einige Charaktere wie Wyatt und seine kleine Familie sind sehr sympathisch gezeichnet, doch können sie den oberflächlichen Kinsella-Anteil nicht ausgleichen. 

Mary Kay Andrews konnte mich in Sachen Tiefgründigkeit noch nie überzeugen,  aber ihre Romane waren trotzdem nett zu lesen. "Sommer im Herzen" ist eindeutig ihr schlechtester bisher. Titel wie auch Cover find ich unpassend, auch der englische Titel "Ladies Night" passt nicht wirklich.

Wer Kinsella liebt, wird sich mit "Sommer im Herzen" gut amüsieren, alle andern lassen das Buch lieber im Gestell. 3 Punkte. 


Montag, 11. August 2014

Montagsfrage, 11.08.2014


Was hältst du von literarischen Tattoos?


Mir gefallen Tattoos generell nicht. Deshalb halte ich auch nichts von literarischen Tattoos. Wenn jemand aber gerne Tattos hat, heisst es, auch hier gut überlegen, ob man das ausgewählte Bild oder Zitat ein Leben lang auf seinem Körper mit sich rumtragen möchte. 

Donnerstag, 7. August 2014

Montagsfrage 04.08.2014


Bekommst du eigentlich noch Bücher geschenkt?

Leider nicht. Auch wenn ich mir seit ich Kind bin immer Büchergutscheine wünsche; jetzt da ich elektrisch lese umso mehr. "Gutscheine schenkt man nicht" - ist bei einigen wohl das Motto.  Obwohl sie damit genau das schenken würden, was gewünscht würde! Stattdessen bekommt man lauter so Rumstehgegenstände wie z.B. braune Kerzen (die weder zur Wohnung noch zu einem selber passen) oder Schals (die man sich nie selber kaufen würde) oder Lebensmittel (die man nicht essen kann weil man a) allergisch auf einen Inhaltsstoff ist oder b) man es schlichtweg nicht gerne hat - wehe mir schenkt je wieder jemand Polenta!) oder konventionelle Kosmetik, z.B. ein Schaumbad (obwohl man Schaum nicht mag und seit Jahren nur noch Naturkosmetik benutzt). Dabei wär es doch so einfach Bücherfreunde glücklich zu machen! 


Sonntag, 3. August 2014

Lesebiografie Juli 2014

- 801010 von D. Graham
- Go Fruit yourself von Freelee
- Antonias Wille von Petra Durst-Benning
- Der wilde Garten von Barbara Claypole White
- Pastis für den Commissaire von Julie Masson
- Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith
- Sommerblau von Mia March
- Sommer im Herzen von Mary Kay Andrews
- Tod im Schatten der Tower Bridge von Emma Goodwyn

Freitag, 1. August 2014

Montagsfrage 28.07.2014


Die Montagsfrage ausnahmsweise mal am Freitag :-)

Happyend erwünscht?

Ja gerne, wenn es zur Geschichte passt und nicht noch schnell reingewürgt wird und aufgesetzt wirkt. Es muss halt einfach natürlicherweise passen. Was ich dagegen nicht mag, sind offene Enden. Wenn nur ein Teil, z.B. ein Nebenstrang, offen bleibt, finde ich das okay, aber wenn die Hauptgeschichte nicht abgeschlossen wird und dem Leser das Ende überlassen wird, bin ich schon eher enttäuscht. 

Sommerblau von Mia March

Klappentext: 
Blaues Meer, der Himmel in Azur und der beste Blaubeerkuchen von Maine: Der Sommer in Boothbay Harobr könnte nicht schöner sein. Doch Veronica, die in einem kleinen Diner arbeitet, kann keinen Sommer mehr geniessen, seit sie vor vielen Jahren ihre neugeborene Tochter zur Adoption freigeben musste. Erst die Begegnung mit zwei Besucherinnen des kleinen Küstenstädtchens hilft ihr, wieder nach vorn zu blicken. Gemma, ungewollt schwanger, und Bea, auf der Suche nach ihrer Mutter. Im Laufe des Sommers werden die drei Frauen zu Freundinnen. Und entdecken, dass das grosse Glück manchmal nur einen  kleinen Augenblick entfernt liegt. 


Auch in diesem Buch von Mia March sind wir wieder in Boothbay Harbor, wie bereits in "Der Sommer der Frauen":

Die 22jährige Bea erfährt ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter, dass sie adoptiert wurde. Da auf der Adoptionsstelle die Adresse ihrer leiblichen Mutter Veronica hinterlegt ist, fährt sie nach Boothbay Harbor und wohnt dort in der Pension von June und Isabel, die uns von "Der Sommer der Frauen" in Erinnerung sind. 
Veronica ist vor einem Jahr nach Boothbay Harbor zurückgekehrt und ist bekannt für ihre Kuchen. Sie wünscht sich Colin Firth live zu sehen, doch vielmehr möchte sie ihre Tochter kennenlernen, die sie vor vielen Jahren zur Adoption freigeben musste.
Gemma verlängert ihr Wochenende in der Kleinstadt, nachdem sie erfahren hat, dass sie schwanger ist. Ihr Mann möchte aus New York weg, in die Kleinstadt in der seine Eltern wohnen. Gemma soll Hausfrau werden. Doch sie hängt an ihrem Job, der ihr gekündigt wurde. Und Mutter sein, kann sie sich noch weniger vorstellen als am selben Ort wie ihre Schwiegereltern zu wohnen… 
Gemma bekommt vor Ort einen Auftrag: sie soll einen Artikel zum Jubiläum des "Heim der guten Hoffnung" schreiben, dazu interviewt sie alle möglichen Frauen im Zusammenhang mit Adoption und muss sich so selbst auch mit ihrer ungewollten Schwangerschaft auseinandersetzen. 

Einmal mehr gelingt es Mia March einen spannenden Roman zu schreiben. Filme, dieses Mal mit Colin Firth, spielen aber eine Nebenrolle. Das Hauptthema in "Sommerblau" ist aber Adoption, die von allen Seiten her beleuchtet wird. 

Ein adoptiertes Kind - eine adoptiere junge Frau -  eine Frau, die ihr Baby zur Adoption freigegeben hat - eine Frau, die gerne ein Kind adoptieren möchte - junge Mädchen, die während der ungewollten Schwangerschaft in einem Heim leben - eine Frau, die ungewollt schwanger wurde. Sie alle kommen zu Wort, wir erfahren welchen Stellenwert die Adoption bei ihnen hat und mit welchen Gefühlen sie alle zu kämpfen haben und begleiten sie eine kurze Zeit ihres Lebens. Neben Bea und Veronica sind wir Leser besonders Gemma sehr nahe, erleben ihre Gefühls-Berg-und-Talfahrt hautnah mit. 

Beeindruckt hat mich, wie Mia March das Thema gekonnt mit einer tollen glaubhaften Geschichte verknüpft hat und wie das Buch trotz all der Schwere der Thematik wunderbar leicht bleibt und für angenehmen Lesespass sorgt. Und für Kuchenliebhaber ist ganz viel Inspiration dabei!
Volle Punktzahl :-)