Mittwoch, 30. April 2014

Verzauberter April von Elizabeth von Arnim

Klappentext: 
London in den 20er Jahren. In einer Zeit, in der man von Frauen nur Gehorsam erwartet, beschließen vier grundverschiedene englische Damen plötzlich nach Italien zu fahren, um dort zu erleben, was eine von ihnen als "Wanne voller Liebe" bezeichnet. Wie das nasskalte Londoner Wetter, so sind auch die Damen an ihrem Tiefpunkt angelangt. Die verlockende Aussicht auf üppiges Grün und unablässigen Sonnenschein lässt sie von solchen Dreistigkeiten wie der zeitweisen Trennung von langweiligen Ehemännern träumen. In einem mittelalterlichen Castello in der Nähe von Portofino finden sie alles, was sie gesucht haben. Doch nach einer Weile steht der erste Ehemann vor der Tür. Der frisch gewonnenen Harmonie droht eine empfindliche Störung.

Inspiriert durch das unfreundliche Wetter diese Woche möchte ich an diesem letzten Apriltag in diesem Jahr ein wunderschönes Buch vorstellen. Den ganzen April über war es schön und warm, dass ich schon dachte ich warte bis nächstes Jahr im April um von diesem zauberhaften Buch zu erzählen. Doch gerade heute, der fünfte regnerische Tag in Folge, erinnere ich mich gerne an diese Geschichte von Elizabeth von Arnim zurück. 

Das Buch beginnt an einem grauen tristen Februarnachmittag im strömendem Regen im England der zwanziger Jahre. In einem Frauenclub in London entdeckt Mrs. Wilkins in der Times folgende Anzeige:
"An jene, die Glyzinien und Sonnenschein zu schätzen wissen. Kleines mittelalterliches Castello an der italienischen Mittelmeerküste für den Monat April möbiliert zu vermieten. Notwendiges Personal vorhanden. Z, Postfach 1000, The Times."
Mrs. Wilkins spricht Mrs. Arbuthnot an, die ebenso sehnsüchtig auf die Anzeige starrt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Vier Frauen, die sich kaum kennen und unterschiedlicher nicht sein können, machen sich im April auf die Reise nach Italien. Bei ihrer Ankunft spätabends ist es dunkel und regnerisch. Erst am nächsten Morgen entdecken sie die wunderschöne Umgebung des Palazzo und langsam spüren sie die Verzauberungskraft des mediterranen Frühlings und können die Gedanken an ihren Alltag endlich hinter sich lassen und aufblühen.

Eine wirkliche zauberhafte Geschichte, die auch verfilmt wurde. Es ist einer der seltenen Filme, die fast an das Buch rankommen.

Vor ungefähr 20 Jahren ergatterte ich Tickets für die Vorpremiere des Filmes, eine Matinée. Kurz zuvor habe ich das Buch gelesen und war noch ganz im Banne davon. Im Kino erwartete mich ein Frühlingsduft (ein spezieller Raumduft extra für die Vorpremiere, eine blaue Glasflasche "Ti nant - Spring Water" mit sprudelnden Mineralwasser aus Wales und am Ende der Vorführung gab es für jeden Besucher einen kleinen Blumenstrauss. Das alles passte perfekt zum Film und war damals eine Novität. 

Seither schau ich mir den Film/lese das Buch alle paar Jahre wieder. Seit einem Jahr ist es auch als eBook erhältlich. 

Fazit: Wenn ihr euch fürs kommende Wochenende ein paar Stunden in den Süden träumen wollt, seid ihr mit diesem Buch und dem Film bestens aufgehoben. 5 Punkte.

Die Gewinnerin ist…...

Trommelwirbel - Paukenschlag - Trommelwirbel - Paukenschlag 

Als Gewinnerin des Buches "Haus der Träume" von Rachel Hore hat das Los heute morgen SABRINA EHRLICH bestimmt. Herzlichen Glückwunsch! 
(Bitte schicke mir per Mail deine Adresse zu, damit ich dir deinen Gewinn zusenden kann)


Die 7jährige Glücksfee meinte: "hab ich jetzt auch etwas  gewonnen?"


Herzlichen Dank Euch allen fürs Mitmachen! Eure vorgeschlagenen Bücher werde ich voraussichtlich alle im Mai rezensieren, am besten abonniert ihr meinen Blog, dann bleibt ihr auf dem Laufenden! 
Mir machte die Aktion "Blogger schenken Lesefreude" viel Spass und ich denke, nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei. 


Dienstag, 29. April 2014

Schöne Ruinen von Jess Walter

Klappentext: 
Ein verschlafener Ort an der ligurischen Küste im Frühjahr 1962: Pasquale hat von seinem Vater eine Pension geerbt, und wenn er nicht gerade in der Brandung steht, um mühsam einen Strand anzulegen, vermisst er ein Felsplateau, auf dem ein Tennisplatz entstehen soll. Denn Pasquale hat eine Vision: Er will aus Porto Vergogna einen glamourösen Ferienort machen, der Touristen aus aller Welt anlockt, am liebsten aus Amerika.
Dann checkt tatsächlich eine junge amerikanische Schauspielerin in seiner Pension ein, und Pasquale verliert sein Herz an sie. Mit ihr kommt die Welt nach Porto Vergogna – die Verheißungen des fernen Amerika, der Glamour von Cinecittà und schließlich sogar ein sturzbesoffener Richard Burton. Und als die Amerikanerin wieder abreist, ist für Pasquale nichts mehr, wie es war. Ein Steinchen ist ins Mittelmeer gefallen, das noch Jahrzehnte später seine Wellen an die Pazifikküste spült, als der alte Pasquale in Kalifornien nach dieser längst verlorenen Liebe seines Lebens sucht – zusammen mit einem abgebrühten Hollywood-Produzenten, dessen resignierter Assistentin und einem selbstverliebten Möchtegern-Drehbuchautor, der zufällig Italienisch kann. Ein erfrischender und lebenskluger Roman voller Witz und Dolce Vita um hochfliegende Träume, tiefe Abgründe und die Ironie unserer Existenz.

Ein schönes Buch über Lebensträume. Es ist einfacher zu lesen als andere Romane, die ebenfalls in verschiedenen Zeitebenen stattfinden. Nach 3/4 des Buches werden die einzelnen Ebenen immer kürzer und es kommen auch immer mehr Personen ins Spiel, aus deren Leben erzählt wird. Auf den letzten Seiten wurde es aber anstrengend zu lesen, jede Person kam nochmals kurz vor, es wurde auf wenigen Zeilen erzählt, wie es mit denen weitergeht/ging. Mir war es fast zuviel "Info" auf den wenigen Seiten, fühlte mich fast erschlagen und befürchtete schon, dass das Ende der Geschichte im gleichen Tempo weiter- und somit untergeht.

Wer schon einmal in der Cinque Terra war, wird begeistert sein von den Beschreibungen der Region, auch das holprige Zugfahren fehlt nicht :-)

Fazit: ein schöner Roman, der kurz vor Ende anstrengend wird, aber wider Erwarten wird das Ende doch wieder im Stil der ersten Seiten geschrieben und endet auf eine schöne, passende Weise. 4 Punkte.

Montag, 28. April 2014

Alles neu macht der Mai

Es ist zwar noch nicht ganz Mai, aber bald. Bitte erschreckt nicht, wenn mein Blog in den nächsten Tagen öfters mal in neuem "Outfit" daherkommt. Ich möchte mehrere Designs etc. testen und hoffe, dass ich bald möglichst zufrieden bin damit und "ankomme". 

Neu könnt ihr meinem Blog auch auf Bloglovin folgen: 

Natürlich auch über Facebook und ich hoffe dass ich den Link dazu bald auch auf die Startseite kriege :-)

Bald folgen Rezensionen über

- "Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern
- "Die Bernsteinsammlerin" und "Die Bernsteinheilerin" von Lena Johannson
und ein Autorenportrait über Lucinda Riley.

Am Mittwoch ziehe ich die Gewinnerin des "Blogger schenken Lesefreude"-Gewinnspiels.

Euch allen eine gute Woche und hoffentlich einen tollen Sommer - der Bögg wird es heute abend erzählen! 




Samstag, 26. April 2014

Krimi: Kommissar Léon Duval von Christine Cazon

Klappentext: 
Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmte Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Cote d'Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schliesslich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwaldes einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption. Ein spannendes Krimidebut vor mediterraner Kulisse, das auf mehr hoffen lässt. 

Von den beiden andern Provence-Krimi-Erstlingen unterscheidet sich "Mörderische Cote d'Azur" in der Region. Während sich die beiden anderen Bücher in kleinen Dörfern lokalisieren, wird dieser Krimi in Cannes, eine der bekanntesten Städte in Südfrankreich angesiedelt. Berühmt natürlich auch wegen des alljährlichen Filmfestivals und genau dieses steht im Fokus dieses Erstlings.

Der berühmte Regisseur Serge Thibaut wird während der Vorführung seines Filmes auf seinem Platz erschossen. Kommissar Léon Duval, gerade erst aus Paris in Cannes eingetroffen, hat seinen ersten Fall und sollte den besser schon gestern als heute aufgeklärt haben, denn "The Show must go on". Viele Hindernisse wie Grösse des Festivals, eine nervende Staatsanwältin, grosses Verkehrsaufkommen/Stau stellen sich ihm in den Weg, doch sein neues Team steht hinter ihm und ermittelt ihm zuliebe teilweise auch inoffiziell.

Das "unentwirrbare Dickicht" aus dem Beschrieb empfand ich nicht unentwirrbar (Duval macht seinen Job gut!), indes erfährt der Leser einiges über die Grösse und Organisation des Filmfestivals wie auch über die Korruptheit einiger Firmen im Umweltschutz-Bereich. Die Aufklärungsarbeit und das gute französische Essen natürlich kommen jedoch nicht zu kurz. Duval macht auch bereits kleine Fortschritte im "Savoir vivre" - sein Assistent Villiers  macht es ihm vor. Auf die weitere Zusammenarbeit der beiden bin ich gespannt. 

Sehr gut gefallen hat mir der Tatort - das Filmfestival. So hat man neben dem Mordfall an sich einige Fakten über das Festival mitbekommen. 

Kurz gesagt: ein unterhaltsamer ruhiger, aber dennoch spannender Krimi, in dem nicht bereits auf Seite 55 klar ist, wer der Täter ist. 4 Punkte.


Dienstag, 22. April 2014

Krimi: Provenzalische Verwicklungen von Sophie Bonnet (Pierre Durand Band 1)

Klappentext:
Sainte-Valérie, ein idyllisches Dorf in der Provence inmitten von Weinbergen und Olivenhainen. Der ehemalige Pariser Kommissar Pierre Durand würde den Spätsommer in seiner Wahlheimat geniessen, wenn ihn nicht gerade seine Freundin verlassen hätte. Doch auch mit der Ruhe ist es plötzlich vorbei: Der Dorfcasanova wird ermordet in einem Weintank aufgefunden - daran geheftet ein Rezept für Coq au vin. War es ein makabrer Racheakt eines gehörnten Ehemanns? Die Dorfbewohner halten fest zusammen. Und schon bald ahnt Pierre, dass sich hinter der schönen Fassade Sainte-Valéries ganze Abgründe auftun. 



Als erstes ist mir das Cover aufgefallen. Die beiden Häuser mit dem angedeuteten Platz sehen einladend aus. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies ein Teil eines Dorfplatz darstellen könnte; in dem einen Haus das Polizeirevier und auf der gegenüberliegenden Seite ein Dorfcafé. Egal ob im Liegestuhl am Strand, an der Sonne auf Balkonien oder im kalten Winter auf der Couch - das Cover lässt einem an mediterranes Klima und Lebensgefühl denken: man fühlt sich wohl und entspannt.

Und genau so liest sich Sophie Bonnet's erster Kriminalroman auch. Die Autorin benutzt für diese Reihe ein Pseudonym. Sie schrieb bisher unter ihrem Namen Heike Koschyk historische Romane, die mir jedoch unbekannt sind.

Ihr Ermittler, der Commissaire municipale Pierre Durand, hat sich von Paris in die Provence versetzen lassen. Durand lebt sich schnell ein und ihm gefällt es in Sainte-Valérie. Er sucht aber noch nach dem perfekten Haus und begegnet bei seiner Suche der Ziege Cosima. Ich denke, die wird in nachfolgenden Bänden sicherlich noch oft vorkommen - Kommissar mit Ziege :-) 

Um Durands Affäre, seine ehemalige Mitarbeiterin Celestine, zurück zu gewinnen besucht er einen Kochkurs bei Charlotte. Sie ist Köchin auf dem neuen Hotelanwesen. Auf diesem geschieht ein Mord (der an "Grand Cru" von Martin Walker erinnert) und so wie es aussieht könnte Charlotte irgendwie beteiligt sein, denn auch bei weiteren Morden wird jeweils ein Rezept von ihr bei den Toten gefunden. Die Idee des "Rezept-an-Ermordete-heften" gefällt mir sehr gut und passt auch gut zu Frankreich. Aber auch Makler Farid wird verdächtigt, v.a. von Duvals Assistent Luc, obwohl Durand von Farids Unschuld überzeugt ist. Wer da wohl richtig liegt?

Obwohl dieser Krimi der "Ruhigste" der drei Neuen ist - der Fall bleibt immer spannend und wird auch nicht so schnell und einfach aufgelöst. Auch hier freue ich mich auf Lese-Nachschub! 4 Punkte. 

Samstag, 19. April 2014

Blogger schenken Lesefreude


Eine tolle Idee! Zum WELTTAG DES BUCHES am 23.April verlosen europaweit Blogger Bücher an ihre Leser. 




Da möchte ich mich gerne anschliessen und ein Buch verlosen. Alles was ihr machen müsst, ist, hier im Kommentarfeld oder auf meiner Facebook-Seite zu schreiben, welches der folgenden Bücher ihr gerne in nächster Zeit rezensiert bekommen hättet und warum.


- Die Gabe der Zeichnerin von Martina Kempff
- Süsses Gift und bittere Orangen von Eve Rudschies
- Herrin der Kathedrale von Claudia & Nadja Beinert
- Dornenschwestern von Philippa Gregory
- Die Duftnäherin von Caren Benedikt 
- Nachricht von dir von Guillaume Musso
- Vergiss mein nicht von Cecelia Ahern
- Zwischen Himmel und Liebe von Cecelia Ahern
- Für immer vielleicht von Cecelia Ahern
- Zeit deines Lebens von Cecelia Ahern
- Das Haus der verlorenen Wünsche von Mia Löw
- Die verlorene Zeit von Michelle Ross

- Ein Schmetterling im November von Audur Ava Olafsdottir


Zu gewinnen gibt es das Buch "Haus der Träume" von Rachel Hore. 

Teilnahmebedingung:
Ihr seid mindestens 16 Jahre alt und beantwortet die oben genannte Frage bis 29. April 2014. Ausgelost wird am 30. April und der Gewinner wird mit Vorname auf dem Blog genannt. Das gewonnene Buch wird im Mai dem Gewinner per Post zugesandt (Haftung für den Versand schliesse ich aus). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschliessend gelöscht. 


Freitag, 18. April 2014

Krimi: Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer von Pierre Martin (Band 1)

Klappentext: 
Die erfolgreiche Kommissarin Isabelle Bonnet muss nach einer gescheiterten Ehe und einer Explosion, die sie fast das Leben kostete, neu anfangen. Sie bewirbt sich auf die frei gewordene Kommissarstelle in ihrem Geburtsort Fragolin im Hinterland der Cote d'Azur, um endlich wieder Ruhe zu finden. Doch mit der Ruhe ist es sehr schnell vorbei, denn erst verschwindet ein reicher Engländer spurlos aus seiner Villa, und dann wird am Strand von Saint-Tropez eine Frauenleiche gefunden. Ihr glänzender Ruf als Ermittlerin scheint ihr inmitten der skurrilen Typen, die Fragolin bevölkern, und angesichts jeder Menge Vorurteile nichts zu nützen.




Leider hier einmal mehr ein Buchbeschrieb, der nicht wirklich das Buch wieder-gibt. Man fragt sich, ob der Verfasser des Beschriebs das Buch tatsächlich gelesen hat. Ich glaube nicht. 

Doch das Buch ist weitaus besser als der obige Beschrieb! 

Isabelle Bonnet möchte sich nach einem schweren "Arbeitsunfall" in ihrem Heimatort Fragolin erholen. Kaum ist sie ein paar Tage dort, wird sie von ihrem Vorgesetzten angerufen und gefragt, ob sie nicht Lust hätte ein wenig in einem ungeklärten Mordfall der sich in Fragolin abgespielt hat, zu ermitteln. Es gäbe eine weibliche Leiche und einen verschwundenen Engländer. Sie will. Allerdings wird sie damit für die Ermittlungsdauer zum "Commissaire" degradiert und bekommt einen neuen Lebenslauf. Denn ihren wahren Beruf kennt hier niemand ausser ihrer Freundin Clodine. Die zuständige Gendarmerie wie auch die "Möchtegern"-Vorgesetzten in Toulon sind erstaunt als sie als Kommissarin in Erscheinung tritt und letztere wollen ihr den Fall entziehen, sie sei doch eine Anfängerin… Doch sie werden von Isabelles richtigem Vorgesetzten in die Schranken verwiesen. Sie bekommt einen Assistenten, Apollinaire, eigentlich Polizei-Archivar in Toulon. Sein Kennzeichen sind farbige Socken und dass er Aufträge in Stichworten langsam wiederholt und sich so merkt. Bald gewöhnen sich die zwei aneinander und richten sich im Rathaus von Fragolin ein provisorisches Büro ein. Werden Isabelle und Apollinaire die Identität der toten Frau und das Geheimnis des verschwundenen Engländers herausfinden? Ja :-)

Zugleich versucht Isabelle den Unfall ihrer Eltern aufzuklären; sie starben bei einem Autounfall als sie ein Kind war. Doch sie glaubt nicht, dass es ein Unfall war. 
Auch ihr Privatleben kommt nicht zu kurz. Neben dem Bürgermeister Thierry gefällt ihr auch ein Arzt und datet beide. 


Was daraus wird und was für eine Arbeitszukunft ihr vorschwebt bleibt am Ende offen. Ein toller Erstling! Ich freue mich auf weitere spannende Fälle mit Isabelle  und Apollinaire :-) 4 Punkte. 

Dienstag, 15. April 2014

Krimi: neue Provence-Erstlings-Krimis

Gleich drei neue Krimidebuts, die in der Region PACA (Provence-Alpes Cote d'Azur) beheimatet sind, sind in den letzten zwei Monaten erschienen.
Sie haben nicht nur die Region gemeinsam, auch müssen sich alle drei Kommissare an ihrem neuen Arbeitsort einleben. Deshalb werden in diesen ersten Bänden alle Mitwirkenden genauestens vorgestellt. Meistens erfährt man "Privates" der Protagonisten während sie bei einem guten Essen sitzen, so wie es sich für Frankreich gehört :-)

Zwei der Autoren benutzen für diese neuen Krimiserien ein Pseudonym, um sich damit von ihren bisherigen Büchern besser zu unterscheiden. Für mich braucht es diese Pseudonyme nicht, denn wenn ein Buch interessant erscheint, ist mir der Name des Autors egal. Leider sorgte das eine Pseudonym bei mir dann auch gleich für leichte Verwechslungen, denn Madame le Commissaire heisst mit Nachnamen wie die Autorin von "Provenzalische Verwicklungen".
Ebenfalls für Verwechslungen sorgt beim Hintereinander-Lesen oder Rezension-Schreiben die ähnlichen Ermittler-Nachnamen Duval (Christine Cazon) und Durand (Sophie Bonnet). Die Autoren wussten wahrscheinlich nicht, dass fast gleichzeitig ähnliche Krimis auf den Markt kommen. Doch in Zukunft würde ich mich freuen, wenn die drei zeitlich versetzt erscheinen.

Für alle Autoren ist es ihr jeweils erster Kriminalroman. Das Debut ist allen drei sehr gut gelungen - bei allen freue ich mich auf die Fortsetzungen. Allerdings hoffe ich, dass man nicht ein ganzes Jahr darauf warten muss. Jetzt, wo ich mich in die Charaktere eingelesen habe, möchte ich am liebsten gleich noch einen weiteren Band lesen. Wenn erstmal ein Jahr vergangen ist, werde ich viel zu viel von den Ermittlern vergessen haben. Bald erscheinende zweite Bände würde das bisher Erfahrene festigen. 
In den nächsten Tagen stell ich die einzelnen Titel detaillierter vor. 

- Provenzalische Verwicklungen von Sophie Bonnet
- Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer von Pierre Martin
- Mörderische Cote d'Azur von Christine Cazon

Freitag, 11. April 2014

Das italienische Mädchen von Lucinda Riley

Klappentext: 
Mit elf Jahren begegnet Rosanna Menici zum ersten Mal dem Mann, der ihr Schicksal bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an der Mailänder Scala wieder aufeinander - und gemeinsam treten sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt an. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt…

Im neuesten Roman von Lucinda Riley nimmt sie uns mit in die Welt der Oper. Mal etwas ganz Neues von ihr! Und doch viel "älter" als die bisher bekannten Bücher. Frau Riley wurde von ihrem Verlag angefragt, ob sie eine Backlist hat. So holte sie ihre acht (!) Romane aus dem Keller (die wurden bereits einmal unter dem Namen Lucinda Edmonds veröffentlicht, sind aber nicht mehr lieferbar) und schickte sie ab. Sie würde verstehen, wenn die Bücher sofort im Papierkorb landen würde, denn sie wäre noch jung und unerfahren gewesen als sie diese geschrieben hätte. Doch zu ihrer Überraschung wurde sie angefragt, ob sie Interesse an einer Neuauflage hat. So las sie ihr Buch nach langer Zeit erneut durch; am Ende hatte Frau Riley den Eindruck, dass es aktualisiert und überarbeitet werden sollte. Handlung und Figuren stimmten für sie aber immer noch. Sie setzte sich dahinter und das Ergebnis ist "Das italienische Mädchen".

Wenn ihre alten Romane alle so gut sind wie ihre bisher bekannten Bücher, dann wird Lucinda Riley definitiv zu einer meiner Lieblingsautorinnen! (mehr zu ihr demnächst auf dem Blog)

In "Aria" oder eben neu "Das italienische Mädchen" erleben wir mit, wie aus der jüngsten Tochter eines Wirteehepaars in Neapel eine berühmte Opernsängerin wird. Ihr Bruder zahlt ihr den Gesangsunterricht - von beidem wissen ihre Eltern nichts. Später kommt Rosanna an die Gesangsschule der Mailänder Scala, wo sie erneut auf Roberto trifft, der aus demselben Quartier wie sie stammt und in den sie sich als Kind verliebt hat. Roberto ist ein Frauenheld, Rosanna weiss es und liebt ihn doch. Auch Roberto verliebt sich in Rosanna; aber kann er treu sein? 

Neben der Liebesgeschichte dieser beiden Hauptprotagonisten erfahren die Leser am Anfang des Buches ein Geheimnis im Leben von Rosannas Schwester Carlotta. Rosanna selbst entdeckt es erst gegen Schluss des Buches. Auch Lucas Lebensweg wird begleitet. Stellenweise kommt sogar ein Hauch Krimi in den Roman. Alle Charaktere sind perfekt miteinander verbunden. 

Im Gegensatz zu ihren bisher bekannten Büchern spielt das Buch nur in Italien und England und die Geschichte bleibt in der Gegenwart, es wird fortlaufend erzählt. Einzige Einschübe sind die Briefe an Nico. Wer Nico ist, wird im letzten Drittel des Buches bekannt. Doch dort kommt man sehr schnell an, weil einem die Geschichte recht fasziniert und man das Buch gar nicht weglegen will. 

Fazit: Eine wunderschön geschriebener Liebesroman ohne typisches Happyend. Auch Tage nach dem Beendigen der Lektüre ist man immer noch im Bann dieser tollen Geschichte!
Dafür gibt es mindestens 5 Punkte :-)


Samstag, 5. April 2014

Länderspezifisch

Die Ferienzeit naht: oft nimmt man in den Urlaub Lektüre mit, die im Ferienland spielt. Deshalb gibt es bei mir nun ein neues Label - jedes rezensierte Buch ist nun mit dem Länderlabel versehen, so dass es Euch die Suche nach Büchern, die in eurem Wunschland spielen, erleichtert.
(nur Irland und Schottland laufen einfachkeitshalber unter England, und damit die Labelliste nicht zu lang wird)



Donnerstag, 3. April 2014

KrimiMimi: Flavia de Luce von Alan Bradley

Klappentext Band 1: 
Im zarten Alter von elf Jahren stolpert Flavia de Luce eines Morgens im Garten ihres Elternhauses über die Leiche eines Mannes, der am Abend zuvor einen handfesten Streit mit ihrem Vater hatte. Schon bald ist klar, dass der Fremde ermordet wurde, und die Polizei verdächtigt umgehend Colonel de Luce, die Tat begangen zu haben. Flavia will nicht glauben, dass ihr Vater dieses Verbrechen begangen hat und beginnt unverzüglich mit eigenen Ermittlungen, um dessen Unschuld zu beweisen. Bei ihren Nachforschungen stösst sie allerdings auf ein dunkles Kapitel aus seiner Vergangenheit. Er scheint tiefer in den Fall verwickelt zu sein, als Flavia lieb sein kann. Die junge Detektivin muss befürchten, dass ihre privaten Ermittlungen eher dazu beitragen könnten, ihren Vater zu belasten. Letztlich helfen Flavia ihre erstaunlichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Chemie, um Klarheit in den komplizierten Fall zu bringen, doch dabei gerät sie selbst in allerhöchste Gefahr.


Flavia de Luce, die kleine Giftmischerin, ist die Ermittlerin in den Mordfällen rund um Bishop's Lacey um 1950 herum. Sie lebt mit ihrem Vater, ihren beiden älteren Schwestern Daphne und Ophelia, der Haushälterin Miss Mullet und dem Butler Dogger zusammen auf einem Anwesen, welches schon bessere Zeiten erlebt hat. 

Flavia ist begeistert von Chemie und ihr steht auch ein ganzes Chemielabor daheim zur Verfügung. Solch eine Ermittlerin gab es jedenfalls noch nie und auch nur - ähnlich wie bei Pippi Langstrumpf - in literarischer Form. Sie kommt als "unscheinbares Kind" unauffällig an Orte wo die Ermittler der Polizei nicht hinkommen und hat ihnen gegenüber einen grossen Vorteil. 
Nicht nur Flavia, auch ihre Mitbewohner sind alles eigene Charaktere. Alan Bradley gelingt es diese Charakter in allen bisherigen fünf Bänden zu bewahren. Er schreibt witzig und humorvoll und hat mit Flavia eine Nische gefunden. Mir gefallen auch die Buchcover der deutschen Buch-Ausgaben sehr gut. 

Das einzige, was ich mich anfänglich störte sind Flavias Abkürzungen von den Namen ihrer Schwestern. In Band 1 musste ich einige Male zurückblättern, weil ich nicht sicher war um wen es jetzt geht. Damit es euch nicht gleich geht: Daffy und Feely sind im Fall ihre Schwestern! (Bei Daffy könnte man ja noch auf Daphne schliessen, aber bei Feely braucht man schon viel Phantasie)
Ende Jahr erscheint wahrscheinlich Band 6.

Bisher erschienen:

- Tod im Gurkenbeet
- Mord ist kein Kinderspiel
- Halunken, Tod und Teufel
- Vorhang auf für eine Leiche
- Schlussakkord für einen Mord