Samstag, 26. April 2014

Krimi: Kommissar Léon Duval von Christine Cazon

Klappentext: 
Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmte Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Cote d'Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schliesslich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwaldes einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption. Ein spannendes Krimidebut vor mediterraner Kulisse, das auf mehr hoffen lässt. 

Von den beiden andern Provence-Krimi-Erstlingen unterscheidet sich "Mörderische Cote d'Azur" in der Region. Während sich die beiden anderen Bücher in kleinen Dörfern lokalisieren, wird dieser Krimi in Cannes, eine der bekanntesten Städte in Südfrankreich angesiedelt. Berühmt natürlich auch wegen des alljährlichen Filmfestivals und genau dieses steht im Fokus dieses Erstlings.

Der berühmte Regisseur Serge Thibaut wird während der Vorführung seines Filmes auf seinem Platz erschossen. Kommissar Léon Duval, gerade erst aus Paris in Cannes eingetroffen, hat seinen ersten Fall und sollte den besser schon gestern als heute aufgeklärt haben, denn "The Show must go on". Viele Hindernisse wie Grösse des Festivals, eine nervende Staatsanwältin, grosses Verkehrsaufkommen/Stau stellen sich ihm in den Weg, doch sein neues Team steht hinter ihm und ermittelt ihm zuliebe teilweise auch inoffiziell.

Das "unentwirrbare Dickicht" aus dem Beschrieb empfand ich nicht unentwirrbar (Duval macht seinen Job gut!), indes erfährt der Leser einiges über die Grösse und Organisation des Filmfestivals wie auch über die Korruptheit einiger Firmen im Umweltschutz-Bereich. Die Aufklärungsarbeit und das gute französische Essen natürlich kommen jedoch nicht zu kurz. Duval macht auch bereits kleine Fortschritte im "Savoir vivre" - sein Assistent Villiers  macht es ihm vor. Auf die weitere Zusammenarbeit der beiden bin ich gespannt. 

Sehr gut gefallen hat mir der Tatort - das Filmfestival. So hat man neben dem Mordfall an sich einige Fakten über das Festival mitbekommen. 

Kurz gesagt: ein unterhaltsamer ruhiger, aber dennoch spannender Krimi, in dem nicht bereits auf Seite 55 klar ist, wer der Täter ist. 4 Punkte.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen